Tipps: Nach dem Unfall: Weg von der Straße

Polizei rufen. Sie vermuten einen Unfall­betrug? Rufen Sie die Polizei. Sie muss bei Blech­schaden zwar eigentlich nicht ausrücken. Da in diesem Fall der Verdacht einer Straftat besteht, ist der Einsatz aber geboten. Notieren Sie Namen und Dienst­stelle der Beamten für eventuelle Rück­fragen. Beachten Sie: Die Polizisten sind nicht dafür da, bei Schaden­ersatz­ansprüchen zu helfen. Oft nehmen sie nur die Personalien auf. Unfall­spuren sichern sie nur bei einem begründeten Verdacht auf eine Straftat.

Alles fotografieren. Machen Sie auf jeden Fall eigene Fotos – selbst wenn Unfall­gegner oder Polizei ebenfalls Bilder anfertigen. Wichtig sind zum einen Über­sichts­bilder von der Unfall­stelle, am besten aus verschiedenen Perspektiven. Aber auch Brems­spuren und die Position von abge­brochenen Auto­teilen, die auf der Fahr­bahn liegen, sollten Sie im Bild fest­halten.

Straße räumen. Sobald der Unfall­hergang dokumentiert ist, müssen Sie Ihr Auto zur Seite schieben oder fahren. Die Straße darf nicht länger als nötig blockiert werden.

Details ablichten. Fotografieren Sie jetzt die Schäden an Ihrem und dem Auto des Unfall­gegners aus verschiedenen Perspektiven.

Identität fest­stellen. Notieren Sie das Kenn­zeichen des Unfall­gegners, dessen Namen und Adresse. Lassen sie sich seinen Ausweis zeigen.

Schuld. Geben Sie nie ein Schuld­anerkennt­nis ab. Zwar ist das nicht verbindlich, es kann aber zu Problemen mit dem Versicherer führen.

Skizze machen. Fertigen Sie wenn möglich eine Unfall­skizze an.

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