Das Land­gericht Berlin hat die Berliner Bank verurteilt, einem Anleger rund 28 000 Euro zu zahlen und seinen Kauf von Anteilen am Fonds „Rush Hour 2“ der Hannover Leasing rück­gängig zu machen. Der Anleger hatte eine Provision bezahlen müssen, die der Fondsanbieter der Bank zurück­über­wies. Die Bank habe aber nicht über die Höhe ihrer Provision und ihr beträcht­liches Verdienst­interesse bei der Vermitt­lung des Fonds aufgeklärt (Az. 38 O 16/11).

Die Bank habe ihre Beratungs­pflicht verletzt, urteilten die Richter. Weil sie bis zuletzt die Provision nicht nannte, legte das Gericht die Angaben des Anlegers zugrunde. Der war von einer Provision in Höhe von mindestens 8 Prozent der Anlagesumme ausgegangen.

„Das Urteil ist auf alle Anleger über­trag­bar, die ihre Beteiligung nach einer Beratung durch ihre Bank zeichneten“, erklärt Rechts­anwalt Jörg-Ulrich Weidhas von der Kanzlei Kälberer & Tittel in Berlin. Viele Banken verschwiegen nach wie vor die Höhe ihrer Provisionen.

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