Auf einen Blick: Mehrdeutig

Die Ergebnisse des PSA-Tests sind nicht eindeutig.

  • Der PSA-Test – PSA ist die Abkürzung für prostataspezifisches Antigen – kann Krebs entdecken, bevor er per Tastuntersuchung feststellbar ist.
  • Ein erhöhter PSA-Wert deutet nicht zwangsläufig auf einen bösartigen Tumor hin, er kann andere Ursachen haben, etwa eine Entzündung oder gutartige Vergrößerung der Prostata.
  • Der PSA-Test erkennt auch nicht jeden Prostatakrebs, denn es gibt Karzinome mit einem niedrigen Wert.
  • Der PSA-Wert steigt mit zunehmendem Alter. Der Grenzwert von 4 Nanogramm pro Milliliter Blut, der zurzeit als Richtwert für intensivierte Diagnostik gilt, kann sich dann verschieben.
  • Wenn der Wert erhöht ist, sollten Tast- und Ultraschalluntersuchungen gemacht werden, erst wenn sie auffällig sind auch eine Gewebeentnahme (Biopsie).
  • Bei einer Biopsie wird nur bei einem von vier Männern Krebs diagnostiziert.
  • Nicht jeder gefundene Krebs muss behandelt werden.
  • Es besteht die Gefahr der Übertherapie – die Behandlung hilft nicht, sie schadet dem Patienten eventuell sogar.
  • Eine Behandlung ist mit Risiken und Komplikationen, vor allem Impotenz und Inkontinenz verbunden.
  • Es ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass die frühe Entdeckung von Prostatakrebs das Leben verlängert.

Dieser Artikel ist hilfreich. 815 Nutzer finden das hilfreich.