Rund 150 Gläubiger der Gold-Zack-Wandelanleihe klagen wegen eines Prospektfehlers auf Schadenersatz. Weil die Gold-Zack AG aus Mettmann zurzeit saniert wird, ist nicht sicher, ob die Inhaber der Anleihe ihr Geld bei Fälligkeit 2005 zu 100 Prozent zurückbekommen. Die Anleihe notiert aktuell bei etwa einem Zehntel ihres Nennwerts.

Die finanziellen Probleme der Firma sind nicht zuletzt auf die Insolvenz der Gontard & Metallbank AG aus Frankfurt am Main zurückzuführen, an der Gold-Zack beteiligt war. Zum Verlust der Beteiligung kamen Forderungen des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken: Gold-Zack hatte gegenüber der Gontard & Metallbank eine Verpflichtungserklärung abgegeben und muss­te daher nach der Pleite einspringen.

Im Verkaufsprospekt der Wandelanleihe hat Gold-Zack diese Verpflichtungserklärung nicht erwähnt. Die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft aus Frankfurt am Main hat die Gold-Zack AG und die an der Ausgabe der Wandelanleihe beteiligten Banken – die Gontard & Metallbank und das Bankhaus Lampe KG aus Düsseldorf – daher auf Schadenersatz in Höhe von 11,6 Millionen Euro verklagt. Anleger könnten sich der Klage noch anschließen.

Schadlos halten können sie sich an Gold-Zack und den beteiligten Banken, erläutert Matthias Schröder von Nieding + Barth. Das Bankhaus Lampe sei flüssig. Die Gontard & Metallbank verfüge zudem über eine Prospekthaftpflichtversicherung. Gold-Zack hat nach eigenen Angaben keine Prospekthaftpflichtversicherung. Für Fehler aus dem Prospekt haften die drei Beteiligten gesamtschuldnerisch: Jeder muss für die gesamte Forderung geradestehen.

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