Promi-Investmentfonds Meldung

Dirk Müller ist auch als „Mr. Dax“ bekannt.

Dirk Müller und Max Otte sind begehrte Experten für Börsen­themen – und mit eigenen Investmentfonds an der Börse vertreten. Ihre Fonds liefen bisher allerdings schlecht. Dafür gibt es eine naheliegende Erklärung. Finanztest sagt, wie Anleger besser investíeren und vermeiden, dass ihre Fonds­manager „falsche“ Aktien auswählen.

Promi-Investmentfonds Meldung

Max Otte gilt als „Crash­prophet“.

Anspruch

Der medienbekannte Börsenmakler und Buch­autor Dirk Müller verspricht für seinen „Premium Aktien Fonds“ (Isin DE 000 A11 1ZF 1) besonders kompetentes Management, wie es sonst nur für Vermögende angeboten werde. Der Max Otte Vermögens­bildungs­fonds AMI (DE 000 A1J 3AM 3) stützt sich auf die Expertise des bekannten Wirt­schafts­professors und investiert nach dessen „Rein­heits­gebot der Kapital­anlage“ nur in sogenannte Qualitäts­aktien oder andere Wert­papiere.

Wirk­lich­keit

Finanztest hat beide Fonds geprüft, sie konnten bisher nicht über­zeugen. Der Dirk-Müller-Fonds hat seit seiner Auflage im April 2015 mehr als 8 Prozent an Wert verloren, während der Welt­aktien­index MSCI World um fast 15 Prozent zulegte. Auch der im Juli 2013 aufgelegte Misch­fonds von Max Otte blieb weit hinter seinem Vergleichs­maßstab, einer Mischung aus 75 Prozent MSCI World und 25 Prozent Euro­anleihen, zurück. Auf Sicht von drei Jahren hat die Index­mischung jähr­lich rund 12 Prozent­punkte mehr gebracht.

Gründe

Beide Fonds setzen auf „hand­verlesene“ Aktien und entfernen sich weit vom MSCI World. Während der Index rund 1 600 Aktien abbildet, begnügen sich die Fonds mit etwa 40 Titeln oder weniger. Jeder Fehl­griff macht sich deutlich bemerk­bar und zieht die Rendite nach unten.

Bewertung

Für unseren Fonds­test sind beide Produkte zu jung. Wir bewerten Fonds erst, wenn sie mindestens fünf Jahre alt sind. Ob die Strategien der Promifonds auf längere Sicht besser funk­tionieren, ist ungewiss.

Alternative

Mit börsen­gehandelten Indexfonds, ETF, auf den MSCI World erhalten Anleger eine breite Streuung und vermeiden, dass ihre Fonds­manager „falsche“ Aktien auswählen. ETF haben zudem viel nied­rigere jähr­liche Kosten. Viele weitere Informationen erhalten Sie in unserem Special EFT-Depot: Für jede Lebenslage, Finanztest 6/2017.

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