Fotos aufhellen, schärfer machen, abdunkeln, retuschieren, kolorieren und montieren: Welche Software macht die besten Bilder? Die Stiftung Warentest hat zehn Programme getestet.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Bildbearbeitung

Für Anfänger

Die besten Programme für Anfänger heißen Microsoft Picture It und Roxio Photo Suite. Sie nehmen den Anwender praktisch an die Hand. Schritt für Schritt fragt die Software alle notwendigen Eingaben ab und führt durch die Bearbeitung. Das funktioniert über kleine Bildchen, die der Anwender anklicken muss. Vorteil: Die Programme lassen sich ohne Vorkenntnisse bedienen. Nachteil: Die Software ist wenig flexibel. Das Frage-Antwort-Spiel nervt irgendwann.

Für Fortgeschrittene

Für den geübten Anwender gibt es bessere Programme: Jasc Paint Shop Pro, Adobe Photoshop Elements, Ulead Systems Photoimpact 8 und Corel Draw Essentials. Die Klassiker setzen zwar Kenntnisse in der Bildbearbeitung voraus, bieten aber auch Leistung satt. Sie können Fotos beschneiden, anpassen, retuschieren, weichzeichnen, schärfen, strukturieren, verzerren, solarisieren, einfärben und dergleichen mehr. Hinzu kommen Standard-Korrekturfunktionen für Kontrast, Helligkeit, Farbsättigung und -balance. Kurzum: Werkzeuge, Filter und Spezialeffekte für alle erdenklichen Manipulationen.

Testsieger

Das insgesamt beste Progamm bietet Jasc mit Paint Shop Pro 7AE. Vorteil: Gute Handhabung und sehr gute Benutzerführung. Nachteil: teuer. Preis: 149 Euro. Photoshop Elements von Adobe kostet nur 100 Euro, leistet aber fast dasselbe. Was beiden Programmen fehlt, ist eine Makrofunktion. Damit lassen sich Bearbeitungsschritte aufzeichnen und automatisch auf andere Dateien anwenden. So können beispielsweise alle Fotos in einem Verzeichnis auf ein bestimmtes Format gebracht werden. Der Nachfolger von Paint Shop Pro 7AE, Paint Shop Pro 8 hat diese Makrofunktion an Bord. Jasc liefert das Programm ab August 2003.

Zum Download

Der Spezialist für Makrofunktionen heißt Eclipse Paint 3.1.5. Die englische Software gibts nur im Internet. Paint ist die abgespeckte Version eines teuren Profiprogramms. Die Funktionen sind gleich, nur die Auflösung der Bilder ist bei Paint auf 6,25 Megapixel limitiert. Der Download kostet 29 Euro. Stärke des Programms: Der Anwender kann Arbeitsschritte programmieren und automatisch ablaufen lassen. Die Software ist auf die Montage und Retusche von Bildern spezialisiert. Hier ist Eclipse Paint top. Ansonsten macht die Software nur eine ausreichende Figur. Fazit: ein Profiprogramm zur automatischen Bearbeitung vieler Bilder. Nichts für ambitionierte Fotoamateure.

Für Tüftler

Das beste Programm für Tüftler heißt Ulead Systems PhotoImpact 8. Wer seine Fotos manipulieren will, findet hier sehr gute Werkzeuge. Auch das Drucken funktioniert besonders gut: Mit PhotoImpact lassen sich die Fotos perfekt positionieren und skalieren. Eine befriedigende Makrofunktion ergänzt das Programm. Nachteil: Die Software ist langsam. Manche Effekte kommen nur schwach. Der Weichzeichner etwa muss mehrmals angewendet werden, bis er die gewünschte Wirkung bringt. Auch das kostet Zeit.

Für Sammler

Wer viel mit Fotos arbeitet, braucht ein gutes Archiv. Das erleichtert später die Suche nach bestimmten Motiven. Wieder ein Pluspunkt von Uleads PhotoImpact 8. Das Programm kann Fotos in einem virtuellen Album archivieren. Ähnlich gut funktionieren ArcSoft Photostudio und Roxio Photo Suite. Die Archivfunktion von Paint Shop Pro konnte die Tester dagegen nicht überzeugen. Bei Adobe Photoshop Elements und Corel Draw Essentials fehlt sie ganz. Wer Ordnung will, braucht ein separates Archivprogramm. Das kostet freilich extra. Beispiel: Jasc PhotoExpert für 49 Euro.

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