Nicht erst seit dem Skandal um manipulierte Abgas­werte bei Volks­wagen ist klar: Wer testet, muss mit Täuschungs­manövern der Anbieter rechnen. Die Prüfer der Stiftung Warentest unternehmen einiges, um auf solche Finten nicht herein­zufallen. Hier erklären wir, wie wir die Tricks der Anbieter ins Leere laufen lassen.

Gute Test­ergeb­nisse sind viel Geld wert

Sie bestimmen über das Wohl und Wehe von Produkten – über Gewinne, Arbeits­plätze, ja mitunter die Existenz eines Unter­nehmens. Test­ergeb­nisse sind bares Geld wert, vor allem für Sieger. Kein Wunder, dass Manager viel dafür tun, ihre Waren durch Tests zu manövrieren. Mancher über­schreitet die Grenze des Erlaubten.

Industrie nimmt Einfluss auf gesetzliche Vorgaben

Volks­wagen hat Autos mit Manipulations-Software bestückt, um die Abgas­reinigung in Prüfsituationen zu verbessern. Kriminelle Energie ist die schmutzige Seite des Ringens von Industrie und Testern. Viele Methoden, die die wahre Qualität von Produkten verschleiern sollen, sind jedoch legal. Etwa, dass die Industrie Einfluss darauf nimmt, wie Prüfungen aussehen. So dürfen Auto­hersteller den Sprit­verbrauch nach einem wirk­lich­keits­fernen Verfahren messen. Das merken alle, die den Benzindurst ihres Wagens mit den Angaben in den Werbeanzeigen der Auto­firmen vergleichen.

Tests der Stiftung Warentest sind praxis­nah

So arbeitet die Stiftung Warentest – erklärt in 100 Sekunden.

Viele Unternehmen stellen sich dem fairen Wett­bewerb. Manche aber versuchen, mit der einen oder anderen List ein besseres Ergebnis einzufahren. Die Stiftung Warentest unternimmt viel, um Täuschungs­manöver zu erkennen und Tests praxis­nah zu gestalten. Vor allem aber entwickeln wir unsere Prüf­methoden ständig weiter. Das lässt viele Tricks ins Leere laufen.

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