Unser Rat

Reaktion. Nehmen Sie Rückrufe ernst, auch wenn bei Ihrem Produkt alles in Ordnung zu sein scheint. Firmen veranlassen Rückrufe meist nur, wenn wirklich Gefahr droht. Beim Auto geht es dann um Bremsen, Fahrwerk, Lenkung oder die Gurte. Ausführliche Warnungen veröffentlicht die Europäische Union unter http://ec.europa.eu/ (Suchwort „rapex“). Über Rückrufe informiert auch unsere Internetseite www.test.de.

Ansprüche. Fordern Sie vom Hersteller die Erstattung von Auslagen, die Ihnen durch den Rückruf etwa für Versandkosten entstanden sind. Streng genommen haben Sie nur ­Anspruch auf Erstattung, wenn Ihr Produkt wirklich mangelhaft ist und die Gewährleistungsfrist noch läuft oder eine Garantie greift. Verlangen Sie aber auch in anderen Fällen eine kulante Regelung. Bleibt Ihr Wagen wegen des Rückrufs lange in der Werkstatt, bitten Sie um einen Leihwagen. Aus Sorge um ihr Image sind manche Firmen großzügig.

Unfall. Kommt es durch Produktfehler zu Verletzungen oder einen Unfall, sollten Sie in erster Linie den Hersteller mit Forderungen nach Schaden­ersatz oder Schmerzensgeld angehen. Hier muss ein Anwalt helfen.

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