Lieferanten mangelhafter Produkte müssen auch für deren Ausbau und den Einbau der neuen Ware aufkommen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in zwei Fällen entschieden.

Ein Lieferant einer defekten Spülmaschine muss das Ersatzgerät nicht nur bringen, sondern auch betriebsbereit installieren (Az. C-87/09).

Der zweite Fall geht zurück an den Bundesgerichtshof (Az. C-65/09): Der Kläger hatte Fliesen für knapp 1 400 Euro gekauft und nach dem Verlegen Mängel bemerkt. Neben neuen Fliesen verlangt er fast 6 000 Euro für den Austausch.

Der EuGH stellt klar: Verbraucher sollen keine Kosten tragen, wenn eine Ware defekt ist. Allerdings darf der Austausch nicht zu teuer sein.

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