Deutsche Botschaft. Leiht nur selten Geld, ersetzt aber Pässe.

Geld weg, Pass weg, Bein gebrochen: Geht bei Auslands­reisen etwas schief, sind Botschaft oder Konsulat die erste Anlauf­stelle. Doch nicht immer können sie helfen. test.de beant­wortet die wichtigsten Fragen.

Mein Reisepass ist weg. Das Konsulat besorgt einen neuen.
Stimmt.
Wenn Sie beim persönlichen Termin weder Personal­ausweis noch eine Kopie des Reisepasses dabeihaben, wendet sich das Konsulat an Ihre Melde­stelle in Deutsch­land. Für Eilige stellt es einen „Reise­ausweis als Pass­ersatz“ aus, der meist für die Rück­reise ausreicht. Wer ein paar Tage warten kann, erhält einen vorläufigen Reisepass.

Ich komme nicht mehr an mein Geld. Die Botschaft leiht mir welches.
Stimmt meist nicht.
Die Botschaft berät Sie, wie Freunde oder Angehörige Ihnen schnell Geld schi­cken können − etwa über Trans­ferdienste wie Moneygram oder Western Union. Nur wenn absolut niemand helfen kann oder Sie niemanden erreichen, kann sie Ihnen Geld für die Rück­reise leihen.

Ich sitze am Flughafen fest. Das Konsulat ebnet mir den Weg.
Stimmt nicht.
Das Konsulat versucht, zwischen Ihnen und den Behörden zu vermitteln − doch ob Sie weiterreisen dürfen, entscheidet das Gast­land.

Ich wurde verhaftet. Das Konsulat haut mich raus.
Stimmt nicht.
Das Konsulat kann Anwälte empfehlen und auch für Sie anrufen. Rechts­beratung bietet es nicht an. Es informiert Angehörige und pocht auf menschen­würdige Haftbedingungen.

Ich habe einen Unfall oder werde krank. Die Botschaft hilft mir.
Stimmt.
Die Botschaft empfiehlt Ärzte und Krankenhäuser vor Ort. In Extremfällen kann sie auch Behand­lungs­kosten vorstre­cken und einen Rück­trans­port nach Deutsch­land organisieren.

Tipp: Weitere Informationen zum konsularischen Service finden Sie auf der Website auswaertiges-amt.de unter dem Reiter „Sicher Reisen“.

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