Probenraum für Musiker Meldung

Eine selbstständige Klarinettistin, die zuhause einen Raum zum Üben und Proben eingerichtet hat, will die anteiligen Raumkosten von 3 000 Euro im Jahr als Betriebsausgaben abziehen.

Das Finanzamt wollte nur höchstens 1 250 Euro wie für ein häusliches Arbeitszimmer anerkennen. Dem widersprachen die Richter des Finanzgerichts Köln. Weil die Musikerin den Raum nicht für Büroarbeiten, sondern zum Üben nutzt, sei es kein Arbeitszimmer im herkömmlichen Sinne, sondern eher ein Tonstudio (Az. 9 K 3882/09). Jetzt muss der Bundesfinanzhof entscheiden.

Tipp: Liegt Ihr Fall ähnlich, sollten Sie ihre vollen Kosten absetzen. Lehnt das Finanzamt ab, legen Sie Einspruch ein und verweisen auf das Aktenzeichen VIII R 44/10 und beantragen bis zur Entscheidung das Ruhen des Verfahrens.

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