Die Werbe­botschaft ist klar: „Wenn's um Geld geht“, dann macht die „Bank an Ihrer Seite“ gleich „den Weg frei“. Das gilt vor allem bei Krediten. Manch Kreditnehmer vergisst darüber, dass sich die Geldhäuser die Vermitt­lung von fremdem Geld gut bezahlen lassen. Und so unver­zicht­bar, wie Banken sich gerne darstellen, sind sie nicht: Privatdarlehen inner­halb der Familie sind oft billiger - Neben­kosten und Bearbeitungs­gebühren fallen erst gar nicht an, und die Zins­spanne, von der die Bank lebt, wird zwischen den Vertrags­parteien aufgeteilt. test.de bietet Excel­programme, mit denen Sie Ihren persönlichen Tilgungs­plan erstellen können.

Alle Beteiligten profitieren

Ein Beispiel dafür, wie alle Parteien von einem privaten Darlehen profitieren können: Die Eltern bekommen für ihr Erspartes bei der Bank einen Zins von 5 Prozent. Ihr Sohn braucht beruflich dringend ein neues Auto und müsste dafür einen Raten­kredit in Höhe von 15.000 Euro aufnehmen. Zins­satz für das Bank­darlehen: rund 10 Prozent. Einigen sich Eltern und Sohn ohne den Umweg über die Bank auf ein Verwandtendarlehen, macht die Familie schon im ersten Jahr ein Plus von knapp 750 Euro.

Wie die Familien­mitglieder diesen Gewinn unter sich aufteilen, hängt von den Konditionen des privaten Darlehens ab: Bei einem Zins von 7,5 Prozent beispiels­weise bekommen die Eltern für ihr Geld knapp 375 Euro mehr als bei der Bank, und der Sohn spart noch einmal den gleichen Betrag.

Bei größerem Finanzierungs­bedarf - etwa einem Hausbau - ist die Ersparnis oft noch höher. Dazu kommt, dass das Verwandtendarlehen nicht im Grund­buch einge­tragen werden muss und keine Bearbeitungs­gebühren, Schätz- und andere Neben­kosten anfallen.

Schutz vor Ärger: Schriftlicher Vertrag

Darlehen sind Vertrauens­sache - auch in der Familie. Deswegen sollten Verwandte darüber sprechen, wie der Kreditnehmer das Geld zurück­zahlen will und wofür er es benötigt. Bei abwegigen Geschäfts­ideen oder windigen Geld­anlagen sollten die Angehörigen sich ruhig trauen, „nein“ zu sagen. Denn bei solchen Projekten geht das Kapital oft verloren. Dann ist die Rück­zahlung des Darlehens mehr als fraglich.

Auch bei Krediten für einen sinn­vollen Zweck empfiehlt sich in jedem Fall der Abschluss eines schriftlichen Vertrags. Dieser sollte mindestens folgende Angaben enthalten:

  • Darlehens­geber und -nehmer
  • Kreditsumme
  • Tilgungs- und Zins­satz
  • Ratenhöhe und Lauf­zeit
  • Anzahl der Raten pro Jahr
  • den mit den Excel­programmen der Stiftung Warentest erstellten Tilgungs­plan als Anlage.

Hinweis: Bitte speichern Sie den Excel-Rechner auf Ihre Fest­platte und öffnen Sie ihn direkt aus Excel. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen „Ziel speichern unter“ bzw. „Verknüpfung speichern unter“. Sie benötigen mindestens Excel 97.

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