Demenz­kranke müssen ihre Krankheit nicht dem Privathaft­pflicht­versicherer melden, auch wenn einige Fach­verbände im Internet diesen Eindruck erwecken. Unsere Schwesterzeit­schrift test hat die Anbieter mit den besten Tarifen aus unserem jüngsten Test befragt. Alle beteuern: „Demenz ist keine Gefahr­erhöhung.“ Keiner fragt danach, keiner verweigert die Leistung oder verlangt eine nach­trägliche Meldung.

Dennoch kommt es vor, dass Versicherer nicht zahlen. Grund ist, dass Demenz­kranke als delikt­unfähig gelten, wenn sie nicht gerade einen lichten Moment haben. Daher haften sie nicht für Schäden. Werden sie auf Schaden­ersatz verklagt, tritt der Haft­pflicht­versicherer wie ein Rechts­schutz­versicherer auf: Er wehrt die Ansprüche auf eigene Kosten ab, auch vor Gericht.

Wer aber möchte, dass der Versicherer den Schaden bezahlt, etwa wenn der nette Nach­bar geschädigt wird, sollte Delikt­unfähigkeit mitversichern.

Tipp: Schauen Sie in Ihre Police. Bei aktuellen Tarifen ist die Klausel oft enthalten, aber keinesfalls auto­matisch. Mehr darüber steht im aktuellen test 07/2013.

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