Einen Brandschaden mit ungewöhnlicher Ursache muss der Privathaftpflicht-Versicherer eines Maurers ersetzen: Der Mann wollte sich das Eiskratzen am Firmenwagen ersparen und stellte einen Heizlüfter in den Kleintransporter, um die Front- und Seitenscheiben abzutauen. Als er nach zehn Minuten wieder aus dem Haus kam, brannte das Wageninnere. Den Schaden von rund 6 700 Euro stellte ihm sein Arbeitgeber in Rechnung.

Sein Privathaftpflicht-Versicherer weigerte sich zu zahlen und berief sich auf den vertraglichen Ausschluss aller Schäden, die jemand beim Gebrauch von Kraftfahrzeugen verursacht („Benzinklausel“). Der Streit ging bis vor den Bundesgerichtshof. Dieser urteilte: Der Brand sei durch den Heizlüfter entstanden, nicht beim Gebrauch des Autos. Der Versicherer muss zahlen (Az. IV ZR 120/05).

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