Paare mit Trauschein können ihre Spekulationsverluste und -gewinne gegenseitig verrechnen (Schreiben vom Bundesfinanzministerium Az. IV C 3 ­ S 2256 ­ 263/00). Bisher ließ die Finanzverwaltung zum Beispiel bei Wertpapiergeschäften innerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist das nur zu, wenn Ehepaare ihre Wertpapiere in einem gemeinsamen Depot verwahrten. Das ist nun keine Bedingung mehr, wohl aber müssen beide eine gemeinsame Steuererklärung abgeben.

Unberührt bleibt davon jedoch die 1.000-Mark-Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte (Spekulationsgeschäfte). Bis zu dieser Freigrenze stehen jedem Ehegatten jährlich Spekulationsgewinne steuerfrei zu. Hat einer noch Spielraum bis zur 1.000-Mark-Freigrenze, kann der andere Partner den restlichen Betrag nicht für sich ausnutzen. Deshalb müssen Ehepaare aufpassen: Ein Ehegatte kann seine Spekulationsverluste nicht ausgleichen, wenn der andere übers Jahr Spekulationsgewinne unterhalb der 1.000-Mark-Freigrenze kassiert und der Betrag dann sowieso steuerfrei ist.

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