Private Unfall­versicherung Meldung

Bei Hilfe­stellung verletzt. Eine Übungs­leiterin streitet sich mit ihrer Unfall­versicherung.

Eine private Unfall­versicherung muss zahlen, wenn ein Versicherter durch einen Unfall einen dauer­haften Gesund­heits­schaden erleidet. Das gilt nach einem Urteil des Bundes­gerichts­hofs (BGH) auch dann, wenn eine zuvor nicht bekannte Vorschädigung für die Unfall­folgen mitver­antwort­lich ist (Az. IV ZR 521/14).

Sturz beim Sport

Eine Übungs­leiterin eines Sport­ver­eins war gestürzt, als sie einem Kind Hilfe­stellung bei einem Flick­flack gab. Ein paar Tage später konnte die Frau vor Schmerzen nicht mehr auf dem linken Bein stehen und ging deshalb ins Kranken­haus. Die Ärzte stellten die Vorwölbung einer Band­scheibe und eine Verengung des Wirbel­kanals fest.

Unfall­versicherer will nicht zahlen

Ihr privater Unfall­versicherer weigerte sich zu zahlen. Laut des vom Versicherer beauftragten Gutachtens habe die Verengung schon vor dem Sturz der Frau bestanden. Die Versicherte habe diese Vorschädigung schlicht nicht bemerkt.

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Richter sehen Unfall als relevant für Beein­trächtigung an

Die Richter ließen die Begründung des Versicherers nicht gelten. Ein Zusammen­hang zwischen einem Unfal­ler­eignis und einer Funk­tions­beein­trächtigung sei gegeben, wenn durch den Unfall eine bisher nicht bemerkte Erkrankung Beschwerden auslöse.

Vorerkrankung kann aber berück­sichtigt werden

Das Ober­landes­gericht Stutt­gart muss nun noch klären, ob über­haupt ein dauer­hafter Schaden einge­treten ist und welche Leistungen der Frau zustehen. Die Höhe der Leistung kann auch davon abhängen, in welchem Maß die Vorerkrankung an dem dauer­haften Gesund­heits­schaden mitgewirkt hat.

Tipp: Weitere Informationen zum Thema Unfall­versicherung finden Sie in unseren FAQ Unfallversicherung.

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