Private Unfall­versicherung Meldung

Der Genuss einer ganzen Flasche Wein kostete einer Frau den Schutz ihrer privaten Unfall­versicherung. Die alkoholisierte Frau hatte bei Dunkelheit zu Fuß die Straße über­queren wollen. Dabei wurde sie von einem Auto erfasst und schwer verletzt.

Die Unter­suchung im Kranken­haus ergab eine Alkohol­konzentration von 2,0 Promille im Blut der Frau.

Der private Unfall­versicherer zahlte nicht, weil der Unfall auf eine „alkoholbe­dingte Bewusst­seins­störung“ zurück­zuführen und deshalb nicht versichert sei. Der Einwand, dass auch ein nüchterner Verkehrs­teilnehmer die Situation vielleicht falsch einge­schätzt hätte, über­zeugte die Richter nicht. Das Ober­landes­gericht Köln gab dem Versicherer recht (Az. 20 U 107/12).

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