Wer nach einem Unfall seinem privaten Unfall­versicherer verschweigt, dass er noch eine zweite Unfall­police abge­schlossen hat, erhält von keinem der beiden Versicherer Geld. So urteilte das Ober­landes­gericht Koblenz (Az. 10 U 778/15). Begründung der Richter: Die Versicherte habe den zweiten Vertrag in ihrer Unfall­anzeige verschwiegen und deshalb ihre Pflichten als Kundin verletzt.

Die Klägerin hatte nach ihren Angaben inner­halb von 14 Tagen zwei Unfälle, bei denen sie bleibende Schäden an beiden Daumen erlitten habe. Dafür bean­spruchte sie von einem Versicherer rund 45 000 Euro. Seine schriftliche Frage nach weiteren Unfall­versicherungs­verträgen ließ die Kundin in der Unfall­anzeige unbe­antwortet. Dies wertete das Gericht als Obliegen­heits­verletzung.

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