Kunden einer privaten Rentenversicherung sollen mehr Sicherheit über die Höhe ihrer Rente haben und sie besser kalkulieren können. Die Versicherungsgesellschaften müssen ihnen künftig eine Rente garantieren. Sie können entweder einen konkreten Geldbetrag nennen oder einen Rentenfaktor.

Der Rentenfaktor ist entscheidend für die Berechnung der Rente. Er gibt an, wie hoch die monatliche Rente pro 10 000 Euro angespartem Kapital ist. Bei einem Rentenfaktor von 40 und einem Deckungskapital von 120 000 Euro in der Rentenversicherung beträgt die Monatsrente also 480 Euro.

Das Versicherungsunternehmen darf den Faktor auch künftig bis zum Rentenbeginn noch ändern, es darf aber den garantierten Faktor nicht unterschreiten. Dies gilt auch für Fondspolicen.

Verträge ab Juli 2010. Ab Juli 2010 müssen die Versicherer die Vorgaben bei Vertragsbeginn erfüllen.

Verträge ab 2005. Bei Verträgen, die ab 2005 geschlossen wurden, muss der Versicherer nachträglich einen Geld­betrag oder einen Rentenfaktor garan­tieren. Er darf darauf nur verzichten, wenn im Vertrag genau erläutert ist, wie der Rentenfaktor berechnet wird.

Fehlt die verlangte Angabe künftig in ­einem neuen Vertrag oder wird ein alter Vertrag nicht nachgebessert, ist die Rentenversicherung nicht mehr steuerbegünstigt.

Verträge vor 2005. Verträge, die vor 2005 geschlossen wurden, sind weiterhin steuerlich begünstigt – unabhängig davon, ob die Versicherungsgesellschaft bei Vertragsbeginn einen Rentenfaktor garantiert hat oder nicht.

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