Tipps

  • Entscheiden. Für Selbstständige ist eine klassische private Rentenversicherung eine Alternative zur staatlich geförderten Rürup-Rente. Vielleicht möchten Sie sich Ihr Gespartes im Alter auf einen Schlag auszahlen lassen. Das ist bei der Rürup-Rente nicht möglich. Für Arbeitnehmer sind Riester-Rente und Betriebsrente vorrangig. Reicht Ihnen die Riester-Rente nicht aus und bietet Ihre Firma keine Betriebsrente an, können Sie Ihren Ruhestand mit der privaten Zusatzrente finanziell aufbessern.
  • Auswählen. Wählen Sie einen sehr guten Tarif aus, also von Asstel und Debeka. Asstel schnitt sowohl bei der Rentenzusage als auch beim Anlageerfolg sehr gut ab. Debeka erreichte bei der Rentenzusage nur ein Gut, punktete aber zusätzlich durch sehr gute Urteile in den Prüfkriterien Transparenz der ausgehändigten Unterlagen und Flexibilität des Tarifs. Stundet der Versicherer zum Beispiel die Beiträge zinslos oder sind Zuzahlungen möglich?
  • Planen. Achten Sie darauf, sich mit dem Vertrag finanziell nicht zu überfordern. Die Sache lohnt sich nicht, wenn Sie später den Beitrag reduzieren, die Police beitragsfrei stellen oder kündigen müssen. Lassen Sie sich eine Rückkaufstabelle vorlegen, bevor Sie unterschreiben. So sehen Sie, welcher Versicherer in den ersten Jahren besonders hohe Gebühren für den Vertragsabschluss und die Verwaltung kassiert, und wie viel Sie von Ihren Beiträgen zurückerhalten, wenn Sie kündigen.
  • Absicherung. Das Geld aus einer privaten Rentenversicherung ist weg, sobald der Versicherte stirbt. Ausnahmen: Sie vereinbaren für die Ansparzeit eine Beitragsrückgewähr. Dann zahlt der Versicherer die eingezahlten Beiträge an die Erben aus. Wenn Sie eine Rentengarantiezeit vereinbaren, erhalten Ihre Erben im Ernstfall die Rente bis zum Ende der vereinbarten Frist. Die Beitragsrückgewähr in der Ansparphase und eine Rentengarantiezeit von zehn Jahren kosten Männer im Modell im Schnitt 4 Prozent garantierte Rente, Frauen 2 Prozent.
  • Überschüsse. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich die Überschüsse während der Ansparphase und in der Rentenzeit anrechnen und auszahlen zu lassen. Lassen Sie sich Vor- und Nachteile der Varianten beispielhaft ausrechnen. In der Auszahlungsphase ist die volldynamische Variante empfehlenswert. Zwar ist die Ausgangsrente niedriger, dafür kann die Rente nicht sinken. Das ist bei allen anderen Auszahlungsvarianten der Fall.
  • Einmalzahlung. Die Erträge, die in der Einmalzahlung enthalten sind, sind unter zwei Bedingungen nur zur Hälfte steuerpflichtig: wenn Sie mindestens 12 Jahre in die Police eingezahlt haben und sich die Police erst nach dem 60. Geburtstag auszahlen lassen. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, müssen Sie die Erträge voll versteuern.

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