Private Rentenversicherung Meldung

Ein Versicherer, der einem Kunden wissentlich eine überhöhte Rente aus seiner Versicherung versprochen hat, darf diese dann nicht einfach kürzen. Das hat das Oberlandesgericht Koblenz (Az. 10 U 1342/99) entschieden.

Im vorliegenden Fall hatte ein Mann im Dezember 1995 insgesamt 599.985 Mark bei der Assekura Versicherungs AG (München) eingezahlt und von ihr einschließlich Überschussbeteiligung daraus eine sofort beginnende Rente von 3.865,20 Mark im Monat erhalten. Zwei Jahre später kürzte das Unternehmen die Rentenzahlung auf 3.512,20 Mark monatlich. Der Mann klagte und bekam Recht.

Nach Ansicht der Koblenzer Richter hatte die Assekura den Mann allein durch ihre hohen Überschussversprechungen zum Vertragsabschluss veranlasst. Diese Versprechungen seien dadurch zustande gekommen, dass sie mit der Sterbetafel aus dem Jahre 1987 rechnete. Die Sterbetafel von 1994, die von einer längeren Lebenserwartung der Bevölkerung ausging, sei dem Versicherer damals aber schon bekannt gewesen. Die Richter verurteilten die Assekura zur Aufrechterhaltung der versprochenen Überschussbeteiligung und zur Nachzahlung der Beträge, die dem Kunden durch die Rentenkürzung fehlten.

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