Private Rentenversicherung Meldung

Private Altersvorsorge wird teurer. Die Rentenversicherer müssen die gestiegene Lebenserwartung in die Beiträge einkalkulieren.

Die Deutschen werden immer älter. Private Rentenversicherer sollen deshalb bei der Kalkulation ihrer Angebote ­­ab 2005 die neuen Sterbetafeln der ­deutschen Aktuarvereinigung (DAV) berücksichtigen. Die Folge: Rentenversicherungen werden teurer.

Nach den Sterbetafeln hat sich die Lebenserwartung von 65-jährigen Frauen seit 1994 von 25 auf 27 Jahre erhöht. Die Lebenserwartung gleichaltriger Männer stieg von 21 auf 24 Jahre. Bis 2040 rechnet die DAV mit weiter ­steigender Lebenserwartung. 65-jährige Frauen sollen dann im Schnitt 99 Jahre alt, Männer 95 Jahre alt werden.

Kunden, die ab 2005 eine private ­Rentenversicherung abschließen, zahlen mehr für die gleiche garantierte Rente als Kunden, die vorher unterschrieben ­haben. Nach DAV-Angaben erhöhen sich die Beiträge für Rentenversicherungen für Frauen um bis zu 12 Prozent, Männer zahlen sogar bis zu 20 Prozent mehr.

Bei schon abgeschlossenen Verträgen darf die garantierte Rente nicht sinken. Die spätere Rente dürfte aber trotzdem geringer ausfallen als prognostiziert, weil die höhere Lebenserwartung die Überschussbeteiligung drückt. Wie stark, hängt davon ab, wie viele Kunden beim jeweiligen Anbieter eine Versicherung haben und wie alt sie sind.

Auch bei Kunden, die bereits Renten aus einer privaten Rentenversicherung beziehen, wirkt sich die neue Sterbetafel ab 2005 aus. Haben sie eine dynamische Auszahlungsform gewählt, erhalten Kunden weniger Zuwachs als prognostiziert. Haben sie dagegen konstante Auszahlung vereinbart, kann es auch Rentenkürzungen geben.

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