Pfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich Die besten Tarife für die private Zusatz­versicherung

136
Pfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich - Die besten Tarife für die private Zusatz­versicherung
Pflege ist teuer. Eine Pfleg­etagegeld­versicherung kann in bestimmten Konstellationen sinn­voll sein. © Getty Images

Eine Pfleg­etagegeld­versicherung hilft bei den Pflege­kosten. Versicherte sollten aber steigende Beiträge bewältigen können. Stiftung Warentest hat die Tarife Anfang 2020 geprüft.

Pfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich

  • Testergebnisse für 48 Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 45-jäh­rige 02/2020
  • Testergebnisse für 48 Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 55-jäh­rige 02/2020
Inhalt
Liste der 96 getesteten Produkte
Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 45-jäh­rige 02/2020
  • Allianz PZTB03 / 50, PZTA03 / 15
  • Arag IndividualPflege PIN 1 bis PIN 5 / 30
  • Arag IndividualPflege PIN 1 bis PIN 5 / 47
  • Axa Pflegevorsorge Vario1-U bis Vario5-U / 1000
  • Axa Pflegevorsorge Vario1-U bis Vario5-U / 1550
  • Barmenia Pflege100 / 820
  • Barmenia Pflege100D / 670
  • Bayer. Beamten KK PflegePrivat Premium / 60
  • Bayer. Beamten KK PflegePrivat Premium Plus / 45
  • Central CentralPflegePlus / 1170
  • Concordia PG / 15, PG1 / 10
  • Concordia PG1, PG2, PG3, PG4 / 61,25
  • Deutscher Ring Care+ / 890
  • DEVK PT, PA / 45
  • DFV Deutschlandpflege Flex / 1100
  • DFV Deutschlandpflege Flex / 2200
  • DFV Deutschlandpflege Flex / 800
  • DKV KPET / 80
  • DKV PTG / 55
  • Gothaer MediPG 1 bis MediPG 4 / 28
  • Gothaer MediPG 1 bis MediPG 4 / 40
  • Hallesche OlgaflexAR / 47
  • HanseMerkur PG (PGA / 2375, PGS / 1775)
  • Huk Coburg PMvario / 1000
  • Huk Coburg PMvario / 1560
  • Huk Coburg PMvario / 1620
  • Inter Qualicare / 1410
  • Inter Qualicare / 1650
  • Inter Qualicare / 990
  • LVM PZT-Komfort / 47
  • Mecklenburgische ProMe Pflegeplus / 45
  • Nürnberger PAS / 50
  • R+V Pflegevorsorge comfort PM2 / 1600
  • R+V Pflegevorsorge premium PM1 / 1100
  • SDK PG1, PG2, PG3, PG4, PG5 / 1400
  • SDK PG1, PG2, PG3, PG4, PG5 / 1400
  • Signal Iduna Pflege Top / 62
  • UKV PflegePrivat Premium / 60
  • UKV PflegePrivat Premium Plus / 45
  • Universa Uni-PT-Premium / 45
  • vigo Düsseldorfer Pflegegeld PT / 30
  • vigo Düsseldorfer Pflegegeld PT / 45
  • vigo Düsseldorfer Pflegegeld S-Plus, PT / 35
  • VRK Pflege Flexible / 1000
  • VRK Pflege Flexible / 1520
  • VRK Pflege Flexible / 1560
  • Württembergische PTKU / 50
  • Württembergische PTPU / 40
Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 55-jäh­rige 02/2020
  • Allianz PZTB03 / 50, PZTA03 / 15
  • Arag IndividualPflege PIN 1 bis PIN 5 / 29
  • Arag IndividualPflege PIN 1 bis PIN 5 / 40
  • Axa Pflegevorsorge Vario1-U bis Vario5-U / 1000
  • Axa Pflegevorsorge Vario1-U bis Vario5-U / 1600
  • Barmenia Pflege100 / 800
  • Barmenia Pflege100D / 680
  • Bayer. Beamten KK PflegePrivat Premium / 60
  • Bayer. Beamten KK PflegePrivat Premium Plus / 45
  • Central CentralPflegePlus / 1200
  • Concordia PG / 10, PG1 / 10
  • Concordia PG1, PG2, PG3, PG4 / 61,25
  • Deutscher Ring Care+ / 870
  • DEVK PT, PA / 45
  • DFV Deutschlandpflege Flex / 1050
  • DFV Deutschlandpflege Flex / 2200
  • DFV Deutschlandpflege Flex / 750
  • DKV KPET / 70
  • DKV PTG / 50
  • Gothaer MediPG 1 bis MediPG 4 / 28
  • Gothaer MediPG 1 bis MediPG 4 / 40
  • Hallesche OlgaflexAR / 48
  • HanseMerkur PG (PGA / 2303, PGS / 1703)
  • Huk Coburg PMvario / 1000
  • Huk Coburg PMvario / 1600
  • Huk Coburg PMvario / 1680
  • Inter Qualicare / 1410
  • Inter Qualicare / 1650
  • Inter Qualicare / 990
  • LVM PZT-Komfort / 48
  • Mecklenburgische ProMe Pflegeplus / 45
  • Nürnberger PAS / 47
  • R+V Pflegevorsorge comfort PM2 / 1600
  • R+V Pflegevorsorge premium PM1 / 1100
  • SDK PG1, PG2, PG3, PG4, PG5 / 1400
  • SDK PG1, PG2, PG3, PG4, PG5 / 1450
  • Signal Iduna Pflege Top / 61
  • UKV PflegePrivat Premium / 60
  • UKV PflegePrivat Premium Plus / 45
  • Universa Uni-PT-Premium / 45
  • vigo Düsseldorfer Pflegegeld PT / 30
  • vigo Düsseldorfer Pflegegeld PT / 45
  • vigo Düsseldorfer Pflegegeld S-Plus, PT / 35
  • VRK Pflege Flexible / 1000
  • VRK Pflege Flexible / 1570
  • VRK Pflege Flexible / 1600
  • Württembergische PTKU / 50
  • Württembergische PTPU / 40

Empörung über steigende Beiträge

Viele Leser haben uns seit unserem letzten Test (Finanztest 2/2020) berichtet, dass die Beiträge ihrer Pfleg­etagegeld­versicherung stark ange­hoben wurden, ohne dass sich das vereinbarte Tagegeld erhöht hätte. Die Erhöhungen haben sie über­rascht und verärgert. Versicherer dürfen die Beiträge aber nicht will­kürlich erhöhen. Der Gesetz­geber setzt enge Grenzen. Nur wenn sich maßgebliche Rechengrößen ändern und ein unabhängiger Treuhänder die Anpassung ­genehmigt, dürfen die Gesell­schaften mehr verlangen. In unserem aktuellen Bericht (Finanztest 3/2021, nach dem Frei­schalten als PDF) erklären wir die Hintergründe – und sagen, was Versicherte tun können, um sich den Schutz trotzdem zu erhalten.

Pfleg­etagegeld­versicherungen im Vergleich

  • Test­ergeb­nisse. Unsere Tabellen zeigen Bewertungen der Stiftung Warentest für 33 Pfleg­etagegeld­versicherungen von 27 privaten Kranken­versicherern, jeweils für 45-jährige und 55-jährige (Stand: Januar 2020).
  • Preis­vergleich. Anfang 2021 haben wir uns angesehen, wie sich die Beiträge der sieben besten Tarif­varianten der letzten vier Jahre entwickelt haben. Wir erklären, warum auch bei unseren Testsiegern aus dem Jahr 2020 die Preise stark gestiegen sind (Schock über höhere Beiträge).
  • Hintergrund und Tipps. Wir sagen, wozu eine Pfleg­etagegeld­versicherung dient und wer sie braucht. Zudem erklären wir, wie die Risiko­prüfung bei Antrag­stellung abläuft und was Sie beachten müssen, wenn Sie Fragen zu ihrem Gesund­heits­zustand beant­worten.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zu den Testbe­richten aus Finanztest 3/2021 und 2/2020.

Pfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich

  • Testergebnisse für 48 Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 45-jäh­rige 02/2020
  • Testergebnisse für 48 Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 55-jäh­rige 02/2020

Vorsorgen für die eigene Zukunft

Was wird aus mir, wenn ich selbst einmal zum Pflegefall werde? Die Kosten für eine gute Versorgung im Pflegefall werden in Zukunft auf keinen Fall geringer werden. Die gesetzliche Pflege­versicherung ist nur eine Teilkasko­versicherung. Wer im Alter nicht sein Vermögen aufzehren will oder auf das Sozial­amt angewiesen sein möchte, kann mit einer privaten Pfleg­etagegeld­versicherung vorsorgen.

Pfleg­etagegeld­versicherung im Test

Finanztest hat 33 Pfleg­etagegeld­tarife untersucht und dabei besonders auf das Leistungs­niveau geachtet. Die Modell­kunden zahlen jeweils den gleichen Beitrag – zum Beispiel 89 Euro im Monat, wenn der Vertrag mit 55 Jahren beginnt. 45-Jährige zahlen rund 57 Euro.

Leistungen für den Pflegefall geprüft

Die Tester haben ermittelt, in welchem Maße die Leistungen aus einem angebotenen Vertrag den geschätzten Bedarf im Pflegefall decken. Je älter ein Kunde beim Abschluss ist, desto mehr zahlt er. Das Ergebnis: Viele Tarife sind gut – in beiden Modell­fällen (45-Jährige und 55-Jährige) .

Stolper­stein: Gesund­heits­prüfung

Der Test aus dem Jahr 2020 zeigt aber auch, dass es Menschen mit Vorerkrankungen schwerer haben, sich für den Pflegefall zu versichern. Oft müssen sie mehr bezahlen oder sie werden ganz abge­lehnt. Einige gut bewertete Tarife sind strenger bei der Gesund­heits­prüfung. Wer gesund ist, kann diese wählen. Wer aber bereits unter Erkrankungen leidet, kann versuchen, eine Versicherung bei einem Anbieter zu bekommen, der bei der Auswahl weniger restriktiv vorgeht.

Pflegegeld, Sach­leistungen und Co

Mehr als 2 000 Euro pro Monat (2021) müssen Pfle­geheimbe­wohner im bundes­weiten Durch­schnitt selbst bezahlen, bei der häuslichen Pflege liegt die Finanzierungs­lücke teil­weise noch höher. Hier kann eine private Pflege­versicherung helfen. Rund 3,7 Millionen pflegebedürftige Menschen bekommen derzeit Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung, etwa Pflegegeld und Pflegesach­leistungen. Da die meisten Pflegebedürftigen zu Hause von Angehörigen versorgt werden, ist dies für sie und ihre Familien eine wichtige Hilfe. Eine zusätzliche Entlastung bringen die Tages-, Nacht- und Kurz­zeit­pflege, die Menschen ab Pfle­gegrad 1 nutzen dürfen.

Tipp: Alle wichtigen Informationen rund ums Thema Pflege finden Sie in unserem umfang­reichen Special Pflegeversicherung; Wann sie leistet, was sie kostet.

Dieser Test wurde wieder­holt aktualisiert. Nutzer­kommentare, die vor dem 16. Februar 2021 gepostet wurden, beziehen sich auf einen früheren Unter­suchungs­stand.

Pfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich

  • Testergebnisse für 48 Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 45-jäh­rige 02/2020
  • Testergebnisse für 48 Pfleg­eta­gegeld­ver­sicherungen - 55-jäh­rige 02/2020
136

Mehr zum Thema

  • Pflege­versicherung Wann sie leistet, was sie kostet

    - Wird ein Mensch pflegebedürftig, braucht er Hilfe – von Familien­mitgliedern oder Pflegefach­kräften. Finanzielle Unterstüt­zung bietet die gesetzliche Pflege­versicherung.

  • Wohn­formen mit Versorgung Pflege jenseits vom Zuhause

    - Ob klassisches Pfle­geheim, Betreutes Wohnen oder Pflege-WG: Geeignete Wohn­formen gibt es inzwischen für jeden Bedarf. Wir erklären, wie sie funk­tionieren.

  • Angehörige pflegen Rundum versorgt in einer Pflege-Wohn­gemeinschaft

    - Statt ins Heim können Pflegebedürftige in eine ambulant betreute WG ziehen. Wir schildern Vor- und Nachteile der Pflege-Wohn­gemeinschaft und wie sie organisiert ist.

136 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

axs am 06.01.2022 um 10:17 Uhr
Bald nicht mehr bezahlbar

Die Noten berücksichtigen u.a. die Höhe der Beiträge. Diese scheinen aber bei Weitem nicht mehr zu stimmen.
Beispiel Tarif "PflegePrivat Premium Plus": Dieser soll für 55-Jährige bei 45 Euro Tagegeld 89 Euro pro Monat kosten. Der Rechner weist aktuell (Januar 2022) stolze 116 Euro aus. Damit sollten die entsprechenden Bewertungen nicht mehr gültig sein.
Wie man anderen Kommentaren entnehmen kann, gab es in den letzten Jahren heftige Beitragsanpassungen bei den Pfleg­etagegeld­versicherungen, u.a. wegen der niedrigen Zinsen, aber sicherlich auch wegen der gestiegenen Ausgaben. Der Eigenanteil bei stationärer Pflege liegt im Durchschnitt bei über 2.000 Euro, Tendenz stark steigend. Für den anfangs genannten Tarif würde eine Absicherung als 55-Jähriger mit 70 Euro pro Tag 180 Euro pro Monat kosten.
Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet zuwenig. Die private Absicherung ist sehr teuer und in der Zukunft kaum noch bezahlbar. Das wäre ein Punkt, der näher betrachtet werden sollte.

Profilbild Stiftung_Warentest am 24.09.2021 um 09:08 Uhr
Careflex Chemie

@kurzzeitadresse: Wir haben die Bedingungen der "Careflex Chemie" noch nicht unter die Lupe genommen. Als wir das letzte Mal die Pflegetagegeldtarife unter die Lupe genommen haben, gab es diese noch nicht. Liegen Ihnen bereits die konkreten Bedingungen vor? Dann können Sie uns diese gern zusenden: finanztest@stiftung-warentest.de

kurzzeitadresse am 21.09.2021 um 15:16 Uhr
Private Pflegezusatzversicherung durch Konsortien

Wie werden von Stiftung Warentest arbeitgeberfinanzierte private Pflegezusatzversicherungen gesehen?
Zurzeit ist mir nur die "Careflex Chemie" bekannt (Konsortium aus R+V und Barmenia / die DFV ist kurz vor dem Start ausgeschieden und bleibt als Rückversicherer erhalten.), in denen die tariflich angestellten Mitarbeiter der Chemie-Branche automatisch seit m.W. Juli 2021 versichert sind. Die Beiträge übernimmt der Arbeitgeber bis zum Ausscheiden des Mitarbeiters in die Rente oder bei Branchenwechsel, danach muss der Mitarbeiter die Beiträge selbst finanzieren. Zurzeit liegt der "Start"-Beitrag altersunabhängig bei moderaten 33,65€/Monat, allerdings greift irgendwann eine Dynamik zur Beitragsanpassung. Zudem gibt es die Möglichkeit, Familienmitglieder durch einen Versicherungsbeitrag privat mitzuversichern.
Sind diese Modelle der Stiftung Warentest bekannt und was ist von diesen Modellen zu halten?

mani7203 am 26.05.2021 um 23:13 Uhr
Pflegeversicherung DKV

Ich habe bei der DKV für mich und meine Frau eine Pflegeversicherung.
Die neuesten Beitragsänderungen von meiner Pflegeversicherung,für 2021 für mich und meine Frau erhalten.
Die Beitragserhöhungen sind für mich nicht nachvollziehbar und irgendwann auch nicht mehr bezahlbar.
Ich frage mich wirklich wer soll das auf Dauer bezahlen?
Wer kann das bezahlen?
Abgeschlossen habe ich die Pflegeversicherung 2009. Beitrag 86,58 €/Monat.
Die erste große Beitragserhöhung war 2017.
Beitragserhöhung von 2017 auf 2018 waren 56%
Beitragserhöhung von 2018 auf 2019 waren 17%
Beitragserhöhung von 2019 auf 2020 waren 28%
Beitragserhöhung von 2020 auf 2021 waren 20%
Beitragserhöhung von 2017 auf 2021 waren 180%
Das bedeutet dass der Beitrag von 2017 bis 2021 auf das 2,8 Fache gestiegen ist.
In 2021 soll ich jetzt einen Gesamtbetrag von 247,50 €/Monat zahlen. Das macht eine Jahressumme von 2970,00 €.
Wer soll und kann das weiter bezahltgen. In 2025 wären das dann 8316 €/Jahr.

hjwilhelmy am 26.05.2021 um 21:55 Uhr
Beitrgserhöhungen der DKV in der PET

Meine Erfahrungen mit der DKV-PET
Nachdem die DKV mit dem Pflegeversicherungstarif PET mehrfach in FinanzTest überdurchschnittlich abgeschlossen hatte, habe ich für mich vor einigen Jahren für eine Pflegezusatzversicherung entschieden.
Hier meine Erfahrungen zu dem Thema Beitragserhöhungen:
2017 + 18,35 %
2020 + 29,90 %
2021 + 29,88 %
Insgesamt eine Beitragserhöhung in 4 Jahren von ca.100 %.
Die Leistungsausgaben in gesetzlichen Pflegeversicherung sind in dem Zeitraum von 12/2016 bis 12/2019, laut dem Bericht in der Finanaztestausgabe 03/2021, aber nur von 29,95 auf 42,27 Milliarden Euro pro Jahr gestiegen d.h. um ca. 42 %.