Pfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich: Die besten Tarife für die private Zusatz­versicherung

Eine Pfleg­etagegeld­versicherung hilft, die entstehenden Pflege­kosten zu decken.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung reichen in der Regel nicht für alle Pflege­kosten. Pflegebedürftige können die Lücke mit eigenem Einkommen oder Vermögen füllen – oder sorgen mit einer Pfleg­etagegeld­versicherung vor. Welche Tarife empfehlens­wert sind, haben die Experten von Finanztest Anfang 2020 getestet. Was Interes­senten wissen sollten: Die Beiträge dieser Policen steigen, wenn sich wichtige Rechengrößen, zum Beispiel der Umfang der Pflege­leistungen, ändern.

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TestPfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich16.02.2021
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Empörung über steigende Beiträge

Viele Leser haben uns seit unserem letzten Test (Finanztest 2/2020) berichtet, dass die Beiträge ihrer Pfleg­etagegeld­versicherung stark ange­hoben wurden, ohne dass sich das vereinbarte Tagegeld erhöht hätte. Die Erhöhungen haben sie über­rascht und verärgert. Versicherer dürfen die Beiträge aber nicht will­kürlich erhöhen. Der Gesetz­geber setzt enge Grenzen. Nur wenn sich maßgebliche Rechengrößen ändern und ein unabhängiger Treuhänder die Anpassung ­genehmigt, dürfen die Gesell­schaften mehr verlangen. In unserem aktuellen Bericht (Finanztest 3/2021, nach dem Frei­schalten als PDF) erklären wir die Hintergründe – und sagen, was Versicherte tun können, um sich den Schutz trotzdem zu erhalten.

Pfleg­etagegeld­versicherungen im Vergleich

  • Test­ergeb­nisse. UnsereTabellen zeigen Bewertungen der Stiftung Warentest für 33 Pfleg­etagegeld­versicherungen von 27 privaten Kranken­versicherern, jeweils für 45-jährige und 55-jährige (Stand: Januar 2020).
  • Preis­vergleich. Anfang 2021 haben wir uns angesehen, wie sich die Beiträge der sieben besten Tarif­varianten der letzten vier Jahre entwickelt haben. Wir erklären, warum auch bei unseren Testsiegern aus dem Jahr 2020 die Preise stark gestiegen sind (Schock über höhere Beiträge).
  • Hintergrund und Tipps. Wir sagen, wozu eine Pfleg­etagegeld­versicherung dient und wer sie braucht. Zudem erklären wir, wie die Risiko­prüfung bei Antrag­stellung abläuft und was Sie beachten müssen, wenn Sie Fragen zu ihrem Gesund­heits­zustand beant­worten.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zu den Testbe­richten aus Finanztest 3/2021 und 2/2020.

Vorsorgen für die eigene Zukunft

Was wird aus mir, wenn ich selbst einmal zum Pflegefall werde? Die Kosten für eine gute Versorgung im Pflegefall werden in Zukunft auf keinen Fall geringer werden. Die gesetzliche Pflege­versicherung ist nur eine Teilkasko­versicherung. Wer im Alter nicht sein Vermögen aufzehren will oder auf das Sozial­amt angewiesen sein möchte, kann mit einer privaten Pfleg­etagegeld­versicherung vorsorgen.

Pfleg­etagegeld­versicherung im Test

Finanztest hat 33 Pfleg­etagegeld­tarife untersucht und dabei besonders auf das Leistungs­niveau geachtet. Die Modell­kunden zahlen jeweils den gleichen Beitrag – zum Beispiel 89 Euro im Monat, wenn der Vertrag mit 55 Jahren beginnt. 45-Jährige zahlen rund 57 Euro.

Leistungen für den Pflegefall geprüft

Die Tester haben ermittelt, in welchem Maße die Leistungen aus einem angebotenen Vertrag den geschätzten Bedarf im Pflegefall decken. Je älter ein Kunde beim Abschluss ist, desto mehr zahlt er. Das Ergebnis: Viele Tarife sind gut – in beiden Modell­fällen (45-Jährige und 55-Jährige) .

Stolper­stein: Gesund­heits­prüfung

Der Test aus dem Jahr 2020 zeigt aber auch, dass es Menschen mit Vorerkrankungen schwerer haben, sich für den Pflegefall zu versichern. Oft müssen sie mehr bezahlen oder sie werden ganz abge­lehnt. Einige gut bewertete Tarife sind strenger bei der Gesund­heits­prüfung. Wer gesund ist, kann diese wählen. Wer aber bereits unter Erkrankungen leidet, kann versuchen, eine Versicherung bei einem Anbieter zu bekommen, der bei der Auswahl weniger restriktiv vorgeht.

Pflegegeld, Sach­leistungen und Co

Mehr als 2 000 Euro pro Monat (2021) müssen Pfle­geheimbe­wohner im bundes­weiten Durch­schnitt selbst bezahlen, bei der häuslichen Pflege liegt die Finanzierungs­lücke teil­weise noch höher. Hier kann eine private Pflege­versicherung helfen. Rund 3,7 Millionen pflegebedürftige Menschen bekommen derzeit Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung, etwa Pflegegeld und Pflegesach­leistungen. Da die meisten Pflegebedürftigen zu Hause von Angehörigen versorgt werden, ist dies für sie und ihre Familien eine wichtige Hilfe. Eine zusätzliche Entlastung bringen die Tages-, Nacht- und Kurz­zeit­pflege, die Menschen ab Pfle­gegrad 1 nutzen dürfen.

Tipp: Alle wichtigen Informationen rund ums Thema Pflege finden Sie in unserem umfang­reichen Special Pflegeversicherung; Wann sie leistet, was sie kostet.

Dieser Test wurde wieder­holt aktualisiert. Nutzer­kommentare, die vor dem 16. Februar 2021 gepostet wurden, beziehen sich auf einen früheren Unter­suchungs­stand.

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