Privat Krankenversicherte zahlen ab 1. Januar 2003 deutlich weniger für ihre Pflegeversicherung. Ein 30-jähriger Neukunde zahlt beispielsweise nur noch 18,66 Euro statt bisher 23,89 Euro. Das entspricht einer Senkung des Beitrags um 22 Prozent.

Auch wer schon älter und länger privat versichert ist, kommt in den Genuss niedrigerer Beiträge: So zahlen 50-jährige Bestandskunden künftig 28,02 statt 33,12 Euro. Die Unternehmen haben ihre Beiträge neu kalkuliert, weil sie deutlich weniger Geld für Pflegeleistungen ausgegeben haben, als sie bei der Einführung der Pflegepflichtversicherung im Jahr 1995 annahmen.

Falls die Bundesregierung die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung erhöht – sie wurden seit 1995 noch nicht angehoben –, müssten auch die privaten Versicherer nachziehen und wieder höhere Beiträge verlangen. Denn die private Pflegepflichtversicherung bezahlt Pflegeleistungen in gleicher Höhe wie die gesetzliche.

Die Beiträge sind für Männer und ­Frauen gleich und dürfen den Höchstbeitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung, derzeit 57,38 Euro im Monat (Beamte 22,95 Euro), nicht übersteigen.

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