Tipps

Tarifwechsel. Existiert bei Ihrem Versicherer kein günstigerer Alternativ-Tarif, in den Sie wechseln könnten, dann gibt es als "Notbremse" auch noch die Möglichkeit, den Selbstbehalt zu erhöhen oder Leistungen zu reduzieren ­ also beispielsweise statt einem Einbettzimmer im Krankenhaus das Zweibettzimmer zu wählen.

Standardtarif. Personen ab 65 Jahren, die bereits 10 Jahre privatversichert sind, können bei allen Gesellschaften in den Standardtarif für Rentner wechseln. Das Gleiche gilt für Personen ab 55 Jahren, deren Brutto-Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze von 78.300 Mark liegt. Die Leistungen dieses Tarifs entsprechen etwa denen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Beiträge dürfen nicht höher liegen als in der GKV.

Klage. Falls Sie wegen einer Beitragserhöhung klagen wollen, zahlen Sie die höheren Beiträge zunächst nur unter ausdrücklichem Rückforderungsvorbehalt. Rechtsberatung erhalten Sie bei allen Verbraucherzentralen. Warten Sie gegebenenfalls die Deckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung ab. Klären Sie vorab, ob es in Ihrem Vertrag eine Streitwertuntergrenze gibt. Policen nach den Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen von 1975 (ARB 75) übernehmen die Kosten für Streitigkeiten aus Versicherungsverträgen nur, wenn der Streitwert über 300 Mark liegt.

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