Private Kranken­versicherung für Beamte Test

Brille, Zahn­ersatz, Besuch beim Heilpraktiker oder Chef­arzt­behand­lung im Kranken­haus: Beamte müssen bei solchen Leistungen oft zuzahlen, weil die Beihilfe nichts oder nur einen kleinen Teil zahlt. Wenn Beamte bei ihrer privaten Kranken­versicherung eine Zusatz­versicherung abschließen, können sie ihre Eigen­anteile verringern. Wir haben solche Beihilfe­ergän­zungs- und Wahl­leistungs­tarife untersucht. Was der Zusatz­schutz kostet und was er bringt, verrät unser Themenpaket.

Kompletten Artikel freischalten

TestPrivate Kranken­versicherung für Beamte20.09.2016
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 29 Seiten).

Wann Beamten dazu zahlen müssen

Wenn Beamte mit normaler Sehschwäche eine neue Brille brauchen, zahlt die Beihilfe – nichts! Die Null-Lösung gilt für Bundes­beamte und für viele Landes­beamte. Auch wenn bei einer Zahn­arzt­behand­lung Labor­kosten anfallen, wie etwa bei der Verkronung von Zähnen, tragen Beamte immer einen Teil dieser Kosten selbst. Gar keinen Zuschuss bezahlt die Beihilfe in vielen Bundes­ländern für das Ein- oder Zweibett­zimmer und die Chef­arzt­behand­lung im Kranken­haus. Bei Staats­dienern beteiligen sich grund­sätzlich immer zwei Institutionen an den Arzt­kosten. Einen Teil über­nimmt der Dienst­herr, über die Beihilfe. Meist sind die Beamten zudem privat kranken­versichert. Die Versicherung zahlt ebenfalls einen Teil. In der Praxis decken Beihilfe und private Kranken­versicherung (PKV) aber eben nicht immer alle Kosten ab. Die Folge: der Beamte zahlt aus eigener Tasche zu.

Beihilfe­ergän­zungs­tarife senken Zuzah­lungen

Für diese Lücken im Krank­heits­schutz gibt es aber Lösungen: die Beihilfe­ergän­zungs­versicherung und eine Zusatz­versicherung für Wahl­leistungen im Kranken­haus. Beamte können sie zusätzlich zu ihrer privaten Kranken­versicherung abschließen – aber nur beim selben Versicherer. Dadurch können sie ihren Eigen­anteil an den Behand­lungs­kosten abmildern oder in Ausnahme­fällen sogar auf Null reduzieren.

53 Beihilfe­ergän­zungs­tarife im Test

Finanztest hat 53 Beihilfe­ergän­zungs­tarife untersucht, die bei ambulanten und zahn­ärzt­lichen Leistungen Beihilfelü­cken stopfen. Wir sagen Ihnen, was diese Versicherungs­pakete im Monat kosten und bei welchen Behand­lungs­arten und Gesund­heits­kosten sie Geld zuschießen. Im Fokus der Unter­suchung stehen die Zuschüsse für die Kosten von:

  • Brillen
  • Material- und Labor­kosten bei Zahn­ersatz
  • Heilpraktikerbe­hand­lungen.

Wahl­leistungs­tarif: Chef­arzt und Einzel­zimmer sichern

Zu den Wahl­leistungen im Kranken­haus gehören in erster Linie das Einbett- bzw. Zweibett­zimmer und der Anspruch, vom Chef­arzt behandelt zu werden. In acht Bundes­ländern gibt die Beihilfe Landes- und Kommunal­beamten keinen Zuschuss für diese Wahl­leistungen:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Meck­lenburg-Vorpommern
  • Nieder­sachsen
  • Saar­land
  • Schleswig-Holstein

Doch die Betroffenen können auch diese Beihilfelücke schließen. Zwar sind die Wahl­leistungen bei den meisten Beihilfe­ergän­zungs­versicherungen nicht mit abge­sichert. Die privaten Kranken­versicherer bieten den Betroffenen für Wahl­leistungen aber eine extra Zusatz­versicherung an, einen sogenannten Wahl­leistungs­tarif. Wer also für beide Leistungs­bereiche – Zahn, Brille und Heilpraktiker sowie die Kranken­haus­wahl­leistungen – zusätzlich versichert sein möchte, muss in der Regel zwei Verträge abschließen. Untersucht haben wir 24 Tarife mit Anspruch auf Chef­arzt­behand­lung und Einbett­zimmer sowie 19 Tarife mit Anspruch auf Chef­arzt­behand­lung und Zweibett­zimmer.

Beamte können Schutz auch nach der Verbeamtung abschließen

Beamte, die diesen Zusatz­schutz haben möchten, schließen ihn am besten gleich bei der Verbeamtung zusammen mit dem Grund­tarif bei ihrer privaten Kranken­versicherung ab. Wer das versäumt hat, kann das aber noch nach­holen. Allerdings kann der private Kranken­versicherer dann eine erneute Gesund­heits­prüfung verlangen. Ist der Beamte zu diesem Zeit­punkt bereits mit Vorerkrankungen belastet, erhebt der Versicherer für den Zusatz­schutz unter Umständen einen Risiko­zuschlag. Im schlimmsten Fall verweigert er diesen auch ganz. Grund­sätzlich gilt: die Zusatz­versicherungen können Beamte immer nur bei der privaten Kranken­versicherung dazu­kaufen, wo sie auch ihren Grund­schutz abge­schlossen haben.

Das bietet das Themenpaket

Private Kranken­versicherung für Beamte Test
  • 29 Seiten PDF mit Tests und Tipps für Beamte
  • Zwei Tests in einem Paket. Unsere Tabellen zeigen Kosten und Leistungs­spektrum für 53 Beihilfe­ergän­zungs­tarife und 43 Wahl­leistungs­tarife
  • Konkrete Leistungs­beispiele. Anhand von drei konkreten Leistungs­beispielen zeigen die Finanztest-Experten, welche Kosten die Beihilfe­ergän­zungs­tarife für Brillen, Heilpraktikerbe­hand­lungen und Labor­kosten bei einer Zahnbe­hand­lung über­nehmen.

Guter Grund­schutz: Individuelle Analyse und Test von PKV-Tarifen

  • Individuelle Tarif-Analyse. Wem es bei der Wahl eines privaten Tarifs auf spezielle Leistungen wie etwa die Behand­lung durch Heilpraktiker oder eine hohe Erstattung für Zahn­ersatz ankommt, der sollte die Analyse Private Krankenversicherung der Stiftung Warentest nutzen. Die Experten ermitteln dann güns­tige Angebote privater Versicherer nach individuellen Vorgaben.
  • Zweimal Sehr gut. Staats­diener, die eine private Kranken­versicherung (Grund­schutz) mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen, finden empfehlens­werte Angebote in unserer Unter­suchung: Private Krankenversicherung im Test (Finanztest 5/2014). Untersucht haben wir 24 Angebote für Beamte. Zwei Tarife bekamen für ihr Preis-Leistungs­verhältnis die Bestnote, acht Angebote ein Gut.

Jetzt freischalten

TestPrivate Kranken­versicherung für Beamte20.09.2016
2,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 29 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 103 Nutzer finden das hilfreich.