Wechselt ein privat Kranken­versicherter aus einem Tarif mit Pauschalbeitrag in einen anderen, darf der Versicherer einen Risiko­zuschlag nehmen. Ein Patient mit Nieren­problemen hatte einen Pauschaltarif ohne Zuschlag, der viele Gesund­heits­risiken durch einen höheren Monats­beitrag von 347 Euro abdeckte.

Später wollte er in einen Tarif für 241 Euro. Zusätzlich sollte er 33 Euro Risiko­zuschlag zahlen. Das fand der Bundes­gerichts­hof in Ordnung. Beim Tarifwechsel muss die Versicherung die frühere Risiko­be­urteilung beibehalten und darf keine neuen Zuschläge nehmen – auch nicht, wenn sich eine Krankheit verschlimmert. Aber hier deckte der alte Tarif Risiken pauschal durch höhere Beiträge ab, während der neue anders kalkuliert war – mit billigem Grund­beitrag plus individuellen Zuschlägen (Az. IV ZR 70/15).

Tipp: Die Stiftung Warentest hat vor Kurzem private Krankenversicherungen getestet. 5 von 107 Tarifen haben sehr gut abge­schnitten.

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