Private Krankenversicherung Meldung

Mit schlechterer Behandlung droht der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) den Patienten, die im Standardtarif der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sind. Angeblich erhielten die Dentisten für die Behandlung von Standardtarif-Versicherten im Schnitt um 15 Prozent geringere Honorare als für die gleichen Leistungen bei Kassenpatienten.

"Das gesetzlich festgeschriebene Sparhonorar macht eine fachgerechte Patientenversorgung unmöglich", erklärte FVDZ-Bundesvorsitzender Wilfried Beckmann. Der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende des FVDZ, K. Ulrich Rubehn, machte darauf aufmerksam, dass Zahnärzte Standardtarif-Patienten nicht behandeln müssten ­ von Schmerzfällen abgesehen. Das wollen die privaten Krankenversicherer nicht auf sich sitzen lassen. Die Auffassung des freien Verbandes sei unhaltbar. Der Verband der privaten Krankenversicherung geht weiterhin davon aus, dass Zahnärzte für die Behandlung von Standardtarif-Versicherten mehr Geld bekommen als für die Behandlung gesetzlich Krankenversicherter.

Beim Standardtarif ist die ärztliche Vergütung auf den 1,7-fachen Satz der Gebührenordnung für Zahnärzte begrenzt, während für andere Privatversicherte der 2,3-fache, in schwierigen Fällen auch der 3,5-fache Satz abgerechnet werden kann.

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