Private Krankenversicherung Meldung

Mehr als 3 500 Beschwerden gingen beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung im vergangenen Jahr ein. Rund 3 100 davon waren zulässig.

Mehr als 3 500 Beschwerden gingen beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung im vergangenen Jahr ein. Rund 3 100 davon waren zulässig.

Rund 3 100 Kunden reichten im vergangenen Jahr zulässige Beschwerden über ihren Krankenversicherer beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung ein. Die Zahl der zulässigen Beschwerden stieg gegenüber 2005 um 20 Prozent und liegt so hoch wie nie zuvor. Die meisten Unzufriedenen (81 Prozent) sind privat vollversichert, doch zunehmend haben auch Zusatzversicherte Probleme.

Vor allem Kranke haben Stress: In 62,5 Prozent der Fälle geht es um medizinische Leistungen: Versiche­rer bestreiten die medizinische Notwendigkeit von Behandlun­gen, verweigern die Kostenübernahme für Medikamente oder erstatten Rechnungen von Ärzten oder Physiotherapeuten nicht in voller Höhe.

Nur 7,8 Prozent beschwerten sich über steigende Beiträge. Doch daran kann der Ombudsmann nichts ändern. In seinem Tätigkeitsbericht schreibt er selbst, Beitragsanpassungen seien „unabwendbar“. Helfen konnte er insgesamt weniger als in den Vorjahren: Nur in etwa einem Drittel der Fälle erreichte er eine Regelung im Sinne des Versicherten.

Anders als der Ombudsmann der übrigen Versicherungswirtschaft hat das Wort von Krankenversicherungs-Ombudsmann Arno Surminski keine bindende Wirkung für die Unternehmen.

Über 1 000 Fälle musste er ins Jahr 2007 verschieben. Durchschnittlich dauerte die Bearbeitung einer Beschwerde 25 Wochen.

Adresse:
Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung
Arno Surminski
Kronenstr. 13
10117 Berlin
Telefon 0 180 2/55 04 44
www.pkv-ombudsmann.de

Dieser Artikel ist hilfreich. 341 Nutzer finden das hilfreich.