Ein privater Kranken­versicherer muss einem Kunden rund 120 Euro für eine Physio­therapiebe­hand­lung nach­zahlen. Der Versicherer hatte die Rechnung für manuelle Therapien gekürzt, weil das orts­übliche Honorar nied­riger sei. Er orientierte sich dabei an den Sätzen der gesetzlichen Krankenkassen und den Beihilfe­vorschriften. Zu Unrecht, urteilte das Amts­gericht Dort­mund (Az. 425 C 2687/17). Die Vertrags­bedingungen des privat versicherten Kunden sähen keine Begrenzung vor. Eine Kürzung der Rechnung sei nur bei „auffälligem Miss­verhältnis“ zur Leistung zulässig.

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