So haben wir gerechnet

Allen hier dargestellten Beispielen liegen Daten aus unserer ­Leserbefragung zugrunde. Nicht einbezogen haben wir die ­Beiträge für die Pflegeversicherung und für Kranken(haus)tagegeldtarife. Für die Angestellten haben wir nur den Arbeitnehmeranteil an den Versicherungsbeiträgen dargestellt. Beim Renteneintritt haben wir Annahmen über die Höhe der gesetzlichen Rente getroffen und den Zuschuss des Rentenversicherungsträgers sowohl vom privaten als auch vom gesetzlichen Krankenversicherungsbeitrag abgezogen.

Grafiken: Ehepaar mit Kindern oder ohne

Der Mann ist 1941 geboren und Angestellter. Die Frau ist Jahrgang 1943. Im einen Beispiel ist sie Angestellte, im anderen Hausfrau. Beide sind seit 1981 privat versichert.

Mann, Angestellter: Das Einkommen des Mannes liegt immer über der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung (im Jahr 2006: 3 562,50 Euro monatlich). Wir setzen als gute Rente 1 910 Euro an. Das entspricht laut Statistischem Bundesamt den durchschnittlichen, für die gesetzliche Krankenversicherung beitragspflichtigen Einnahmen eines Haushalts, in dem der Hauptverdiener 65 Jahre oder älter ist.

Frau, Angestellte, keine Kinder: Das Einkommen der Frau liegt wie das des Mannes immer über der Beitragsbemessungsgrenze. Als Rentnerin hat sie ebenfalls 1 910 Euro im Monat.

Frau Hausfrau, zwei Kinder: Die Tochter ist 1972 geboren, der Sohn 1974, beide Kinder sind ab dem Jahr 2000 aus dem Haus. Bei der Frau unterstellen wir, dass sie vor der Geburt der Kinder einige Jahre Arbeitnehmerin war und daher eine gesetzliche Rente von 300 Euro bezieht. Damit wird sie als Rentnerin in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragspflichtig, auch wenn sie vorher beitragsfrei beim Mann mitversichert war.

Grafik: Beamter mit Frau und zwei Kindern

Der Mann ist 1940 geboren, Beamter mit 50 Prozent Beihilfe, seit 2004 pensioniert (70 Prozent Beihilfe). Die Frau ist 1943 ­geboren, Hausfrau (70 Prozent Beihilfe), Sohn geboren 1968, Tochter 1971 (80 Prozent Beihilfe). Sohn aus dem Haus seit 1998, Tochter seit 2003.

Grafik: Selbstständiger Handwerksmeister

Mann Jahrgang 1931, selbstständig und privat versichert seit 1961. Für die gesetzliche Krankenversicherung im Jahr 1961 haben wir den Höchstbeitrag dargestellt. Ferner haben wir angenommen, dass er bis zum 30. Lebensjahr für Lehrjahre und Gesellenzeit in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat und daraus ab dem 65. Lebensjahr Rente und einen Zuschuss zur Krankenversicherung bezieht. Ab 1996 wurde der gesetzliche Krankenkassenbeitrag und der Zuschuss des Rentenversicherungsträgers auf der Basis von 400 Euro gesetzlicher Rente berechnet, hinzu kommen 1 000 Euro sonstige Einkünfte.

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