Privat Krankenversicherte mit älteren Verträgen dürfen auch zu teuren Spezialisten gehen. Entscheidend ist, dass die Behandlung medizinisch sinnvoll ist, wirtschaftliche Aspekte spielen keine Rolle. Nachdem der Bundesgerichtshof schon vor vier Jahren die damals geltenden Versicherungsbedingungen so ausgelegt hatte (Az. IV ZR 278/01), wollten einzelne Gesellschaften nachträgliche Änderungen durchsetzen. Nur noch angemessene Kosten würden übernommen, schrieben sie ins Kleingedruckte. Dieser Eingriff in bestehende Verträge ist aber unwirksam, entschied nun der BGH (Az. IV ZR 130/06). Im damaligen Fall war ein Rückenpatient für 25 000 Euro in eine Privatklinik gegangen, obwohl die Standardbehandlung nur 5 000 Euro gekostet hätte.

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