So haben wir getestet

Im Test

Wir haben die Beitrags­entlastungs­tarife aller auf dem deutschen Markt tätigen privaten Kranken­versicherer getestet, bei denen sich Kunden privat anstatt gesetzlich kranken­versichern können (substitutive Kranken­versicherung).

In die Unter­suchung aufgenommen haben wir alle Entlastungs­tarife einer Gesell­schaft, die zu einer substitutiven Kranken­versicherung mit geschlechts­unabhängigen Beiträgen (unisex) hinzuver­sichert werden können.

Bietet eine Gesell­schaft verschiedene Tarife an, die sich nur im Beginn der Beitrags­entlastung unterscheiden, haben wir nur die Varianten mit den Beginn­zeit­punkten 67 und 63 Jahre untersucht.

In einem Ausnahme­fall (Debeka) ist jeder Entlastungs­tarif fest an einen bestimmten Kranken­versicherungs­tarif gebunden. Hier haben wir die Entlastungs­tarife für alle allgemein zugäng­lichen substitutiven Haupt­tarife einbezogen.

Die Gesell­schaften Continentale Kranken­versicherung, Inter Kranken­versicherung und Hanse Merkur Kranken­versicherung waren nicht bereit, uns die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Ihre Entlastungs­tarife fehlen in der Unter­suchung.

Im Test berück­sichtigt wurden

  • 30 Entlastungs­tarife gegen laufende Beitrags­zahlung – davon 7 mit einem plan­mäßigen Anstieg des Entlastungs­betrags in der Entlastungs­phase (Tabelle Beitrags­entlastungs­tarife)
  • 2 Entlastungs­tarife gegen Einmalzahlung – davon 1 mit plan­mäßigem Anstieg des Entlastungs­betrags in der Entlastungs­phase.

Für die Tarife mit auto­matisch steigendem Entlastungs­betrag zeigt die Tabelle Beitrags­entlastungs­tarife, wie der Anstieg verläuft. Stand der Unter­suchung ist der 1. Juli 2017.

Unter­suchungen

Beiträge und Leistungen der Entlastungs­tarife wurden für Modell­kunden mit einem Eintritts­alter von 40 Jahren (Geburts­datum 1. Juni 1977) ermittelt.

Für die Beur­teilung des Verhält­nisses von Beitrag und Entlastungs­leistung wurden zwei Kenn­zahlen ermittelt:

  • die tatsäch­liche Beitrags­entlastung für einen vereinbarten Entlastungs­betrag von 100 Euro und
  • die Verzinsung des Beitrags.

Dabei haben wir die folgenden Annahmen getroffen:

  • Der Vertrag wird nicht verändert oder vorzeitig beendet.
  • Der Beitrag des Entlastungs­tarifs bleibt konstant (keine Erhöhungen).
  • Der vereinbarte Entlastungs­betrag steigt nicht durch Über­schüsse
  • und über­schreitet die vertragliche Ober­grenze nicht.

Tatsäch­liche Entlastung: Ermittelt wurde die tatsäch­liche monatliche Beitrags­entlastung bei einem vereinbarten Entlastungs­betrag von 100 Euro im Monat für die Modell­kunden. Diese ergibt sich, wenn der Beitrag, der ebenfalls lebens­lang zu zahlen ist, vom Entlastungs­betrag abge­zogen wird.

Verzinsung des Beitrags: Die Verzinsung des Beitrags wurde für unsere Modell­kunden berechnet. Für Männer und Frauen haben wir eine unterschiedliche Rest­lebens­erwartung angenommen: Der Mann hat ab dem Vertrags­schluss am 1. Juli 2017 noch eine Lebens­erwartung von 45 Jahren und einem Monat, die Frau noch eine von 48 Jahren und einem Monat. Das entspricht der mitt­leren Rest­lebens­erwartung, die sich für die am 1. Juni 1977 geborenen Modell­kunden aus der aktuellen Sterbe­tafel PKV 2017 für privat Kranken­versicherte ergibt.

Stirbt jemand früher, ergibt sich eine nied­rigere Rendite, für Menschen, die länger leben, eine höhere. Falls der Versicherer den Beitrag für den Entlastungs­tarif über die Jahre wegen sinkender Rechnungs­zinsen erhöhen muss, führt das ebenfalls zu einer schlechteren Verzinsung.

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