Check­liste: Kommt die private Kranken­versicherung für Sie infrage?

Nur wenn die folgenden Punkte auf Sie zutreffen, sollten Sie einen Wechsel in die private Kranken­versicherung in Betracht ziehen. Beamte auf Lebens­zeit brauchen sich nicht so viele Gedanken zu machen. Für sie ist die private Versicherung in aller Regel günstig.

  • Versicherungs­pflicht. Als Arbeitnehmer muss Ihr regel­mäßiges Gehalt über der Versicherungs­pflicht­grenze für die gesetzliche Kranken­versicherung liegen. Derzeit sind das 50 850 Euro brutto im Jahr, das entspricht 4 237,50 Euro im Monat. Die Versicherungs­pflicht in der gesetzlichen Kasse endet mit Ablauf des Jahres, in dem Ihr Verdienst die Jahres­entgelt­grenze über­stiegen hat.
  • Familie. Sie wollen weder Ehepartner noch Kinder ohne eigenes Einkommen beitrags­frei mitversichern. Das geht nur in der gesetzlichen Kasse. In der privaten Versicherung muss jede Person einen eigenen Beitrag zahlen.
  • Gesundheit. Sie sind bei guter Gesundheit. Kunden, die schon beim Abschluss einer privaten Kranken­versicherung Erkrankungen haben, zahlen oft Risiko­zuschläge oder erhalten gar keinen Vertrag.
  • Alter. Sie sind nicht älter als Mitte Vierzig. Beim Einstieg in höherem Alter wird es deutlich teurer. Bereits ab 55 Jahren gibt es kein Zurück in die Kasse mehr.
  • Vorsorge. Sie sind bereit und in der Lage, Geld für steigende Beiträge von Anfang an privat anzu­sparen. Im Renten­alter kann der Beitrag ein Vielfaches des ursprüng­lichen Eintritts­beitrags betragen. Er sinkt auch nicht, wenn Sie nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbs­leben ein deutlich geringeres Einkommen haben.
  • Schrift­verkehr. Sie scheuen keinen Papierkram. In der privaten Kranken­versicherung schickt der Arzt die Rechnung direkt an Sie. Sie zahlen und lassen sich das Geld von der Versicherung erstatten. Das kann sehr aufwendig sein, vor allem wenn man häufig krank ist und zu vielen Ärzten muss.

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