Ein privater Kranken­versicherer, der einem Kunden die Kosten für eine Bein­prothese erstattet hat, muss auch für deren Wartungs- und Reparatur­kosten aufkommen. Das entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. IV ZR 14/17). Geklagt hatte ein Mann, der nach einem Unfall eine Bein­prothese mit computer­gesteuertem Kniegelenk trug. Die Kosten für das Hilfs­mittel von mehr als 40 000 Euro über­nahm sein Kranken­versicherer. Laut Garan­tiebedingungen musste der Kunde nach 24 Monaten eine Inspektion durch­führen lassen, um die Sicherheit der Prothese zu gewähr­leisten. Diese Kosten in Höhe von etwa 1 700 Euro wollte der Versicherer nicht über­nehmen. Dazu ist er aber verpflichtet, entschied der Bundes­gerichts­hof. Das gegebene Leistungs­versprechen des Versicherers beziehe sich auch auf Kosten, die erforderlich seien, um die Funk­tions­fähig­keit und den sicheren Gebrauch des Hilfs­mittels aufrecht­zuerhalten.

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