Private Kranken­versicherung Prothesenwartung muss bezahlt werden

27.03.2019

Ein privater Kranken­versicherer, der einem Kunden die Kosten für eine Bein­prothese erstattet hat, muss auch für deren Wartungs- und Reparatur­kosten aufkommen. Das entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. IV ZR 14/17). Geklagt hatte ein Mann, der nach einem Unfall eine Bein­prothese mit computer­gesteuertem Kniegelenk trug. Die Kosten für das Hilfs­mittel von mehr als 40 000 Euro über­nahm sein Kranken­versicherer. Laut Garan­tiebedingungen musste der Kunde nach 24 Monaten eine Inspektion durch­führen lassen, um die Sicherheit der Prothese zu gewähr­leisten. Diese Kosten in Höhe von etwa 1 700 Euro wollte der Versicherer nicht über­nehmen. Dazu ist er aber verpflichtet, entschied der Bundes­gerichts­hof. Das gegebene Leistungs­versprechen des Versicherers beziehe sich auch auf Kosten, die erforderlich seien, um die Funk­tions­fähig­keit und den sicheren Gebrauch des Hilfs­mittels aufrecht­zuerhalten.

27.03.2019
  • Mehr zum Thema

    Private Kranken­versicherung Check­listen für Angestellte, Selbst­ständige und Beamte

    - Von Arzt­honorar bis Zahn­ersatz – wie umfang­reich die Leistungen einer private Kranken­versicherung sind, unterscheidet sich je nach Tarif stark. Vor dem Abschluss...

    Private Kranken­versicherung Für wen der Basis­tarif sinn­voll ist

    - Alle Versicherer sind verpflichtet, den Basis­tarif bereit­zuhalten. Seine Leistungen sind branchen­einheitlich, und der Beitrag ist gesetzlich begrenzt.

    Private Kranken­versicherung Wie der Ombuds­mann bei Streit vermittelt

    - Ein Ombuds­mann vermittelt kostenlos bei Ärger mit dem privaten Kranken­versicherer. Meist geht es dabei um Arzt­rechnungen, Heil- oder Hilfs­mittel und die Frage, ob...