Die Behandlung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche durch einen Pädagogen muss nicht von der privaten Krankenversicherung bezahlt werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. IV ZR 28/08).

Nach seinen Vertragsbedingungen zahlt der Krankenversicherer für „psychotherapeutische Behandlungen durch Ärzte und Diplom-Psychologen sowie logopädische Behandlungen durch Ärzte und Logopäden“. Die Klausel könne nicht so ausgelegt werden, dass der Krankenversicherer auch dann zahlen muss, wenn das Kind von einem Pädagogen therapiert wird, so der BGH. Der Versicherer müsse auch nicht ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine Behandlung durch einen Pädagogen nicht bezahlt wird.

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