Private Krankenversicherung Meldung

Unser Computer nennt günstige Tarifangebote der 40 privaten Krankenversicherer, die derzeit am Markt sind.

Eine private Krankenversicherung kann viel Geld sparen. Günstige Tarife kosten zum Beispiel für einen 33-jährigen Angestellten rund 400 Mark monatlich ­ eine günstige gesetzliche Kasse würde etwa das Doppelte nehmen, obwohl sie weniger Leistungen bietet. In die private Krankenversicherung kommt aber nicht jeder. Wechseln kann nur, wer jährlich mehr als 77.400 Mark (Ost: 63.900 Mark) verdient ­ das ist die Beitragsbemessungsgrenze ­ oder wer verbeamtet oder selbstständig ist.

Für Frauen über 40 und Männer über 45 Jahre lohnt der Wechsel nicht, weil bei Späteinsteigern die Beiträge im Alter stark steigen. Dasselbe gilt bei Vorerkrankungen. Da nehmen die Privaten teils hohe Risikozuschläge. Fragen zu Vorerkrankungen sollten im Versicherungsantrag aber sehr genau beantwortet werden. Sonst kann der Versicherer in den ersten drei Jahren vom Vertrag zurücktreten, bei vorsätzlich falschen Angaben kann er ihn auch später noch anfechten. Wer dann keinen anderen Versicherer findet oder in die gesetzliche Kasse zurückkann, steht ohne Schutz da.

Vorsicht: Von Angeboten, bei denen man Sie nur unter Ausschluss Ihrer Vorerkrankung versichern will, raten wir ab.

Wer mehrere Kinder hat oder plant, bleibt besser in der Kasse. Dort sind Kinder kostenlos mitversichert. Sobald einer der Ehepartner privat versichert ist, brauchen auch die Kinder private Policen, auch wenn der andere Ehepartner gesetzlich versichert ist. Ausnahme: Der privat Versicherte verdient weniger als der gesetzlich Versicherte, oder sein Verdienst liegt unter der Beitragsbemessungsgrenze.

Umgekehrt gilt: Wer jung, gesund und kinderlos ist, fährt mit einer privaten Krankenversicherung besser. Auch für Singles mit einem Kind oder junge Ehepaare mit einem Kind ist der Wechsel zur Privatversicherung überlegenswert.

Gerade bei neuen Tarifen glänzen die Gesellschaften mit niedrigen Prämien. Doch nach einigen Jahren können die Beiträge erheblich steigen. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter mit niedrigeren Einstiegsprämien lohnt meist nicht, denn ein Teil des bisher bezahlten Beitrags wurde in die Alterungsrückstellung gelegt. Und die bleibt beim alten Versicherer. Nur beim Wechsel in einen anderen Tarif desselben Versicherers nimmt der Kunde die Altersrückstellung mit. Deshalb kann so ein Wechsel auch in hohem Alter noch sinnvoll sein.

Konzentrieren Sie sich bei der Wahl des richtigen Tarifs auf die Leistungen. Welche sind Ihnen wichtig? Im Kupon können Sie das ankreuzen.

Beamte. Sie bekommen einen Teil der Heilkosten vom Dienstherrn erstattet. Tragen Sie Ihren Satz in den Kupon ein. Die private Krankenversicherung übernimmt aber in ihren normalen Beihilfetarifen nicht den vollen Rest, sondern nur den anteiligen. Wenn beispielsweise Keramikfüllungen nur zur Hälfte übernommen werden, kommen Beihilfe und Versicherung zusammen nur auf diese 50 Prozent. Um solche Lücken zu füllen, gibt es Beihilfeergänzungstarife. Einen 33-jährigen Bundesbeamten kostet das etwa 10 bis 30 Mark monatlich.

Selbstbeteiligung. Damit können Sie die Prämie senken, müssen dann aber alle Kosten bis zum vereinbarten Satz selbst zahlen. Achtung: Zwar zahlen Arbeitnehmer den Monatsbeitrag nur zur Hälfte, weil die andere Hälfte der Arbeitgeber übernimmt. Aber die Selbstbeteiligung zahlt der Versicherte voll aus eigener Tasche.

Beispiel: Bei einem Monatsbeitrag von 500 Mark zahlen Sie nur 250 Mark. Kommt ein Selbstbehalt von 600 Mark pro Jahr hinzu, erhöht das im Krankheitsfall die Kosten auf 300 Mark im Monat. Ein gleich teurer Tarif ohne Selbstbeteiligung dürfte also inklusive Arbeitgeberanteil 600 Mark kosten. Die Selbstbeteiligung muss auf eine klare Summe begrenzt sein. Bei einer prozentualen Zuzahlung ohne Obergrenze können sonst enorme Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie schwer erkranken.

Krankentagegeld. Bei Arbeitnehmern läuft die Lohnfortzahlung bei Krankheit meist 42 Tage. Haben Sie eine längere Karenzzeit, können Sie das im Kupon eintragen. Danach sollte das Krankentagegeld Ihrem Nettogehalt plus Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung entsprechen. Mehr als das Nettoeinkommen zu versichern, ist nicht erlaubt, auch nicht bei Selbstständigen. Je kürzer die Karenzzeit und je höher der Tagesgeldsatz, desto teurer die Prämie. Ein Krankentagegeld kann nur abschließen, wer regelmäßig verdient. Hausfrauen und -männer können statt dessen ein Krankenhaustagegeld versichern, um bei längerem Klinikaufenthalt zum Beispiel eine Kinderbetreuung zu bezahlen.

Weiteres. Bei Psychotherapie sind die Leistungen der Privaten mitunter schlechter als die der gesetzlichen Kassen. Wenn Ihnen diese Behandlung wichtig ist, können Sie das ankreuzen. Wer auf homöopathische Methoden Wert legt, kreuzt "Heilpraktiker" an.

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