Beamte, die freiwillig gesetzlich krankenversichert sind, können jetzt in die private Krankenversicherung wechseln. Egal wie alt oder krank sie sind – die privaten Krankenversicherer haben zugesichert, jeden Beamten anzunehmen und für Vorerkrankungen höchstens 30 Prozent Risikozuschlag zu erheben. Insbesondere für Pensionäre kann das ein gutes Angebot sein. Denn sie müssen seit Anfang 2004 den vollen Kassenbeitragssatz von ihrer Pension zahlen.

Ein Pensionär mit monatlichen Bruttoeinnahmen von 2 500 Euro muss bei einer Krankenkasse mit 14 Prozent Beitragssatz 350 Euro im Monat zahlen. Wechselt er in die Privatversicherung, kommt es auf sein Alter an. Ein 68-Jähriger mit 70 Prozent Beihilfeanspruch kann sich bei einem günstigen Anbieter für rund 180 bis 240 Euro im Monat versichern. Selbst mit 30 Prozent Risikozuschlag zahlt er dann weniger als in der gesetzlichen Krankenkasse.

Mit dieser Aktion haben die privaten Krankenversicherer ein weiter reichendes Gesetz verhindert. Geplant war, dass Beamte auf Wunsch statt Beihilfe die Hälfte der Kassenbeiträge vom Dienstherrn erhalten sollten. Damit wäre die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte finanziell attraktiver geworden.

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