Private Kranken­versicherung Special

Bis zum Tarifwechsel ist es für privat Kranken­versicherte oft ein steiniger Weg.

Lang­jährig privat Kranken­versicherte haben oft mit Beitrags­erhöhungen zu kämpfen. Ein Wechsel des Tarifs bei ihrem Versicherer kann helfen, den Beitrag zu senken. Wichtig ist aber auch, die Leistungen im Blick zu behalten. Die Experten von Finanztest zeigen, was ältere Versicherte im Fall steigender Beiträge tun können, wie sie in güns­tigere Tarife wechseln und für wen Basis­tarif oder Stan­dard­tarif ein Ausweg sein können.

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SpecialPrivate Kranken­versicherung27.02.2017
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Kunden dürfen jeder­zeit wechseln

Private Kranken­versicherer erhöhen regel­mäßig die Beiträge – das kann vor allem dann zum Problem für die Kunden werden, wenn ihre Einkünfte im Renten­alter sinken. Eine Rück­kehr in die gesetzliche Kranken­versicherung ist dann in der Regel nicht mehr möglich und auch der Wechsel zu anderen Unternehmen hat meist keinen Sinn. Kunden können aber bei ihrem Versicherer in einen güns­tigeren „gleich­artigen“ Tarif wechseln und behalten dabei alle im bisherigen Vertrag erworbenen Rechte – vor allem die Rück­stel­lungen, die der Versicherer für höhere Krank­heits­kosten im Alter gebildet hat.

Rechte durch­zusetzen ist manchmal mühsam

Dieses Wechselrecht ist im Versicherungs­vertrags­gesetz garan­tiert. Für Leistungen, die bereits im jetzigen Vertrag enthalten sind, darf es im neuen Vertrag keine neuen Warte­zeiten, Risiko­zuschläge oder Ausschlüsse geben. Doch ein Wechsel kann mühsam sein, berichten Finanztest-Leser. Damit ein Tarifwechsel sich auch lang­fristig lohnt, kommt es nämlich nicht nur auf die Höhe des Beitrags, sondern auch auf die Leistungen an. Das Wechselrecht in „gleich­artige“ Tarife bedeutet nicht, dass die Verträge identisch sind. Es heißt lediglich, dass jemand zum Beispiel von einem Tarif, der ambulante, stationäre und Zahn­leistungen umfasst, in einen anderen wechseln darf, der ebenfalls diese Leistungs­bereiche abdeckt.

Leistungen in Ruhe vergleichen

Um den Umfang der Leistungen muss sich der Kunde selber kümmern. Dazu muss er seinen eigenen Vertrag gut kennen und mögliche Alternativen Punkt für Punkt vergleichen: Bis zu welcher Höhe zahlt der Versicherer etwa Zahn­ersatz­kosten oder Arzt­honorare? Wäre es akzeptabel, statt des Einbett­zimmers im Kranken­haus ein Zweibett­zimmer zu nehmen? In welchem Umfang sieht der Vertrag Leistungen für Heilpraktikerbe­hand­lung oder teure Hörgeräte vor? Wie hoch ist der jähr­liche Selbst­behalt – also der Betrag, bis zu dem ein Kunde Kosten aus eigener Tasche tragen muss?

Keine Angst vor Gesund­heits­fragen

Sieht der neue Tarif Mehr­leistungen vor, stellt der Versicherer hierfür erneut Gesund­heits­fragen und darf für Erkrankungen einen Risiko­zuschlag verlangen oder Leistungen ausschließen. Verlangt der Versicherer einen zu hohen Risiko­zuschlag, hat der Kunde das Recht, die Mehr­leistungen auszuschließen. Aus Angst vor der Gesund­heits­prüfung von vorneherein pauschal auf alle Mehr­leistungen zu verzichten, ist falsch. In vielen Fällen bekommen Kunden den Vertrag mit besseren Leistungen nämlich ohne Probleme. Verlangt der Versicherer einen Risiko­zuschlag, muss er mitteilen, welches medizi­nische Risiko dazu geführt hat. Auch das ist noch nicht das letzte Wort – bleibt ein Versicherter hartnä­ckig, wird er den Zuschlag unter Umständen noch los.

Stan­dard- und Basis­tarif

Wenn Ihnen Beiträge dauer­haft über den Kopf wachsen, brauchen Sie eine andere Lösung. Infrage kommen die sogenannten Sozial­tarife der privaten Kranken­versicherung. Für die meisten bringt der Stan­dard­tarif für Rentner eine deutliche Beitrags­entlastung. Der Basis­tarif ist nur in Ausnahme­fällen geeignet. Hier erfahren Sie im Detail, wer Zugang zu diesen Tarifen hat und welche Leistungen sie bieten.

Das bietet der Finanztest-Artikel

  • Rechte kennen. Wir erklären, welche Rechte Sie als Versicherungs­kunde haben und wie Sie sich Ihre Rechte sichern.
  • Fall­stricke umgehen. Wir sagen, worauf Sie achten müssen, damit Sie nach einem Wechsel nicht nur güns­tiger, sondern immer noch gut versichert sind.
  • Richtig vorgehen. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen, die für Sie geeignete Lösung zu finden.
  • Hilfe finden. Spezielle Dienst­leister bieten Hilfe an. In welcher Form sie arbeiten und wie sie dafür bezahlt werden, ist unterschiedlich. Wir geben einen Über­blick.
  • Stan­dard- und Basis­tarif. Wir erläutern, wer Zugang zu diesen Sozial­tarifen hat und für wen sie eine gute Lösung sind. Das nach Frei­schalten zum Download bereit­stehende 16-seitige PDF-Dokument enthält neben dem Artikel aus Finanztest 3/2017 zusätzlich zwei ausführ­liche Tabellen, die detailliert zeigen, welche Leistungen Stan­dard- und Basis­tarife bieten – im Vergleich zu den Leistungen normaler Tarife in der Privaten Kranken­versicherung und den Regel­leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen.

Dieser Artikel ist in Finanztest 3/2017 erschienen. Es handelt sich um eine komplett über­arbeitete Fassung des gleichnamigen Specials aus Finanztest 8/2015. Nutzer­kommentare, die vor dem 14.2.2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die alte Version.

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