Die DKV, Deutschlands größter privater Krankenversicherer, hat Verfassungsbeschwerde gegen die erhöhte Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung eingelegt. Seit dem 1. Januar dürfen Angestellte nur in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie mehr als 45 900 Euro brutto im Jahr verdienen.

Diese Hürde sei zu hoch und grundgesetzwidrig, findet die DKV. Sie fühlt sich in ihrem Grundrecht auf Berufsfreiheit und Eigentum beschränkt.

Im vergangenen Jahr hatten die privaten Krankenversicherer einen überdurchschnittlich starken Zulauf. Unterm Strich stieg die Zahl der privat Versicherten um 2,9 Prozent auf rund 7,9 Millionen.

Mit dem Zuwachs ist nach dem neuen Gesetz Schluss. Falls das Bundesverfassungsgericht die Neuregelung nicht beanstandet, werden ab diesem Jahr deutlich weniger Angestellte zu Privatpatienten. Denn nur in jungen Jahren ist der Eintritt in die private Krankenversicherung problemlos möglich – und wenige verdienen schon beim Berufseinstieg über 3 825 Euro im Monat.

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