Gesundheitsfragen im Antrag auf eine private Krankenversicherung müssen Kunden wahrheitsgemäß beantworten. Aber sie müssen nicht jede Kinderkrankheit aufzählen.

Das Landgericht Köln entschied, dass der Vater einer dreijährigen Tochter im Antrag auf eine private Krankenversicherung für sein Kind eine vorangegangene Bronchitis des Mädchens nicht erwähnen musste (Az. 23 S 27/03). Solche Krankheiten seien bei Kleinkindern häufig und keine Erkrankung von einigem Gewicht.

Das Mädchen war ein halbes Jahr nach Vertragsschluss an Mukoviszidose erkrankt und musste ins Krankenhaus. Der Versicherer verweigerte die Kostenübernahme, weil die Eltern bei Antragstellung die Bronchitis verschwiegen hätten. Doch die Richter verurteilten das Unternehmen zur Zahlung.

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