Unser Rat

Klärungsversuch

Zahlt Ihr Krankenversicherer nicht, schreiben Sie an die Geschäftsleitung – nicht an den Sachbearbeiter, der die Leistung abgelehnt hat. Führt das nicht zum Erfolg, lassen Sie sich nicht auf einen langwierigen Schriftwechsel ein, sondern wenden Sie sich rasch an den Ombudsmann (siehe Service) oder holen Sie juristischen Rat ein.

Fristen

Ansprüche aus Versicherungsverträgen verjähren nach drei Jahren. Die Klagefrist von sechs Monaten, die in älteren Verträgen noch steht, gibt es nicht mehr. Reagieren Sie bei einem Konflikt trotzdem schnell.

Kulanz

Bietet Ihr Versicherer an, „einmalig“ oder „letztmalig“ die Kosten für eine Behandlung oder ein Medikament zu übernehmen, unterschreiben Sie keine Vereinbarung oder Vertragsergänzung, mit der Sie für die Zukunft auf diese Leistung verzichten.

Anwalt

Suchen Sie eine Anwaltskanzlei, in der Fachanwälte für Versicherungsrecht und Medizinrecht arbeiten. Bei der Bundesrechtsanwaltskammer (www.brak.de) finden Sie unter „regionale Kammern“ Links zu allen Rechtsanwaltskammern. Diese haben meist eine Suchfunktion nach Fachgebieten.

Rechtsschutz

Eine Rechtsschutzversicherung lohnt sich, da Sie bei einem Streit neben Gerichts- und Anwaltskosten häufig auch teure Sachverständigengutachten bezahlen müssen. Sie brauchen eine Police mit Vertragsrechtsschutz.

Arzt

Haben Sie den Eindruck, dass eine Arztrechnung unstimmig ist, fragen Sie beim Arzt nach, bevor Sie bezahlen: Wurde die Leistung erbracht? Ist die Rechnung nachvollziehbar und formal korrekt? Helfen kann Ihnen die „GOÄ Prüfsoftware“ des Verbandes der privaten Krankenversicherung unter www.derprivatpatient.de.

Ausweg

Liegt der Fehler beim Arzt, ist es zu Ihrem Vorteil, wenn der Krankenversicherer sich Ihre Ansprüche abtreten lässt. Sie bekommen dann die strittige Rechnung erstattet und Ihr Versicherer fordert den Betrag danach vom Arzt oder Krankenhaus zurück.

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