Private Kranken­versicherer dürfen Kunden den Wechsel in einen güns­tigeren Tarif nicht mit parallelen Selbst­behalten erschweren, entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. IV ZR 28/12).

Ein Versicherter zahlte rund 350 Euro Monats­beitrag bei einer jähr­lichen Selbst­beteiligung von 2 300 Euro. Er wollte in einen halb so teuren Tarif wechseln, in dem er einen Eigen­anteil von 10 Euro an jeder Behand­lung und jedem Medikament zahlen muss. Der Versicherer verlangte, dass sowohl der Selbst­behalt aus dem neuen als auch der aus dem alten Tarif gelten soll. Das ist nicht rechtens, weil der Kunde gegen­über anderen Versicherten im alten und im neuen Tarif benach­teiligt wäre.

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