Wer derzeit nicht krankenversichert ist und zuletzt bei einer privaten Krankenversicherung versichert war, sollte jetzt schnell einen Vertrag unterschreiben. Nichtversicherte können noch bis 31. Dezember eine Kulanzregel nutzen, wonach die Versicherer auch Kosten für laufende Behandlungen übernehmen.

Aktuelle Krankheiten sind versichert

Leute ohne Krankenversicherungsschutz dürfen nicht vergessen, noch dieses Jahr bei einem Versicherer einen Antrag auf Aufnahme in den modifizierten Standardtarif zu stellen. Dann übernimmt die Gesellschaft auch noch die Kosten für akute oder chronische Krankheiten, die bereits bestehen und behandelt werden.

Drei Monate selber zahlen

Bis der Versicherer aber die ersten Kosten übernimmt, muss der Patient eine dreimonatige Wartezeit überstehen. Für die Zeit erstattet die Gesellschaft keine Kosten für Arztrechnungen und Rezepte. Für Zahnbehandlungen, Zahnersatz, Psychotherapie, Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt eines Kindes gilt sogar eine Wartezeit von acht Monaten.

Ab 2008 nur Neuerkrankungen versichert

Für alle, die sich aber erst nach dem 1. Januar 2008 bei einem privaten Krankenversicherer melden, übernehmen diese für bestehende Krankheiten keine Kosten mehr. Chronisch Kranke oder Behinderte, die bereits vor Versicherungsbeginn wegen dieser Leiden in Behandlung waren, müssen dann alle hierfür anfallenden Kosten selbst tragen.

Krankenversicherer sind nicht gebunden

Mit der Aufnahme für Patienten bis zum 31. Dezember reagieren die privaten Krankenversicherer auf einen Streit zwischen der Bundesregierung und der Continentale Krankenversicherung, worüber Finanztest 9/07 berichtete. Aufgrund einer ungenügenden Regelung im Gesundheitsreformgesetz sind die Privatversicherer nämlich nicht verpflichtet, für laufende Behandlungen zu zahlen. Auch die Regelung des Verbandes der privaten Versicherer ist nicht bindend.

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