Die staatliche Versicherungsaufsicht Bafin geht gegen zwei private Krankenversicherungsunternehmen vor, weil sie völlig überhöhte Abschlussprovisionen an ihre Vermittler zahlen.

Beide Versicherungsgesellschaften müssten sich einer Sonderprüfung stellen, erklärt Bafin-Sprecherin Kathi Schulten. „Wegen unserer Verschwiegenheitspflicht“ wollte die Sprecherin die Namen der betroffenen Unternehmen nicht nennen. Abschlussprovisionen, die höher sind als 8,9 Monatsbeiträge, seien „aufsichtsrechtlich unerwünscht“. Krankenversicherer bieten Vermittlern Provisionen von 14 Monatsbeiträgen und mehr, wenn sie Kunden zum Wechsel ihrer privaten Krankenversicherung bringen. Solche „Umdeckungen“ seien „für die Versicherten regelmäßig nachteilig“, betont Bafin-Sprecherin Kathi Schulten.

Kunden zahlen nach einem Wechsel oft mehr. Denn beim neuen Versicherer wird der Beitrag nach dem aktuellen höheren Eintrittsalter berechnet und der Versicherte muss für neu hinzugekommene Krankheiten Zuschläge zahlen.

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