Private Haft­pflicht­versicherung

Finanztest-Grund­schutz

Finanztest fordert von Haft­pflicht­versicherungen ein Mindest­maß an Leistungen. Wesentliche Haftungs­fälle, die jeden treffen können, sollen gedeckt sein, ohne dass eine Selbst­beteiligung zu zahlen ist. Nur Tarife, die den Finanztest-Grund­schutz bieten, können die Urteile Gut oder Sehr gut erhalten.

Inhalt

Alle Tarife, die wir mit den Qualitäts­urteilen Sehr gut und Gut bewertet haben, bieten den vollen Finanztest-Grund­schutz. Wichtigste Bedingung: Die Versicherungs­summe muss mindestens 10 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden betragen. Hinzu kommen:

  • Allmählich­keits­schäden. Gedeckt sein müssen Schäden, die zum Beispiel durch Feuchtig­keit, Ruß oder Rauch im Laufe der Zeit entstehen. Ein Mieter bohrt etwa eine Wasser­leitung an und merkt es nicht sofort.
  • Computer. Schäden an fremden Computern, die der Versicherte etwa durch unbe­absichtigt über­tragene Computerviren verursacht, sollten zumindest bis zu einer Höhe von 50 000 Euro und welt­weit versichert sein.
  • Gewässergefähr­dende Substanzen. Schäden durch gewässerschädigende Stoffe sollten in üblichen Mengen (mindestens bis zu 50 ­Liter/Kilogramm je Behälter und bis zu 250 Liter/Kilogramm insgesamt) versichert sein.
  • Hüten fremder Hunde und Pferde. Der Versicherer soll außerdem leisten, wenn der Versicherte auf einen Hund jeder Rasse aufpasst. Beißt der Hund in dieser Zeit ein Kind, haftet der ­Hundesitter, selbst wenn er den Hund korrekt beaufsichtigt hat. Versichert sein soll auch jeder, der gelegentlich reitet oder kurz das Pferd ­eines ­anderen halten soll. Reißt das Tier aus, kann es ­teure Schäden verursachen.
  • Mietsach­schäden. Versicherte ­müssen als Mieter einer Wohnung ­abge­sichert sein. Der Schutz muss auch in für Veranstaltungen gemieteten Räumen und Ferien­unterkünften sowie sons­tigen Immobilien gelten,
    die sie berechtigt nutzen. Sach­schäden sollten bis mindestens 500 000 Euro gedeckt sein. Glas- und Heizungs­schäden sind ausgeschlossen.
  • Schutz im Ausland. Der gesamte ­Versicherungs­schutz muss unserer ­Ansicht nach stets auch während eines vorüber­gehenden Auslands­auf­enthalts gelten. Und zwar konkret: mindestens drei Jahre inner­halb der ­Europäischen Union und ein Jahr welt­weit. Auch
    das Mieten ­einer Ferien­wohnung im ­europäischen Ausland gehört zum Finanztest-­Grund­schutz und sollte ­unbe­dingt ­abge­sichert sein.
  • Vorsorgever­sicherung. Risiken, die nach Abschluss des Vertrags entstehen, sollten im Rahmen der bestehenden Privathaft­pflicht­versicherung vorläufig mit mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden und 50 000 Euro für Vermögens­schäden versichert sein. Ein neues ­Risiko, für das die Vorsorgever­sicherung greifen soll, kann etwa eine neu erworbene Immobilie sein, für die ­eigentlich eine Haus- und Grund­besitzer-Haft­pflicht­police ­nötig ist. Entsteht ein Schaden, bevor die Familie die ­spezielle Ei­gen­tümer­ver­siche­rung hat, springt über die Vorsorgever­sicherung die Privathaft­pflicht ein und zahlt.Ein Wechsel der Haft­pflicht­versicherung lohnt meist

Die meisten aktuellen Angebote bieten den Finanztest-Grund­schutz. Bei älteren Verträgen ist oft die Versicherungs­summe zu gering. Generell gilt: Die Privathaft­pflicht­versicherungen sind im Laufe der Jahre immer besser geworden. Spätestens fünf Jahre nach Abschluss eines Vertrages lohnt es sich fast immer, zu einem neuen Vertrag zu wechseln.

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