FAQ Private Haft­pflicht­versicherung: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Private Haft­pflicht­versicherung Analyse

Eine private Haft­pflicht­versicherung sollte jeder haben, rät Finanztest. Doch was ist über­haupt versichert? Zahlt die Versicherung, wenn ich den Haustür­schlüssel verliere, Wasser über den Laptop meines Mitbewohners kippe, oder mein Kind fremde Autos zerkratzt? Wann brauche ich Spezial-Versicherungen wie eine Gewässerschaden-Haftpflicht oder eine Tierhalter-Haftpflicht? Unsere FAQ beant­worten die wichtigsten Fragen rund ums Thema Haft­pflicht.

Allgemeine Fragen: Vertrag und Kündigung

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Kann ich Geld sparen, wenn ich ein Angebot mit Selbst­beteiligung wähle?

Ja, Sie können sparen. Es gibt inzwischen Tarife, bei denen der Privathaft­pflicht­schutz mit Selbst­beteiligung güns­tiger ist als ohne. Gleich­wohl empfiehlt Finanztest solche Angebote nicht. Die Ersparnis ist recht gering. Sehr gute Angebote ohne Selbst­beteiligung gibt es schon ab 50 Euro im Jahr für die ganze Familie. Beachten Sie: Bei Tarifen mit Selbst­beteiligung zahlen Sie jeden Schaden kleiner gleich der Selbst­beteiligung voll­ständig selbst und müssen auch bei größeren Schäden stets die Selbst­beteiligung selbst zahlen.

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Was versteht man unter „Musterbedingungen“?

Die Angebote für eine Privathaft­pflicht­versicherung basieren auf den vom Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft (GDV) empfohlenen „Allgemeine Versicherungs­bedingungen für die Privathaft­pflicht­versicherung (AVB PHV)“ und den jeweiligen Besonderen Bedingungen. Abweichende Vereinbarungen sind im Einzel­fall also möglich. Der aktuelle Stand dieser Bedingungen ist April 2016. Angeboten werden aber häufig Verträge, deren Bedingungen auf den im Detail abweichenden GDV-Empfehlungen mit älterem Stand basieren. Sie können diese Bedingungen zumindest teil­weise auf der GDV-Website einsehen. Diese Musterbedingungen stellen die Mindest­voraus­setzungen hinsicht­lich des Umfangs des Versicherungs­schutzes dar. Das konkrete Angebot sollte also in keinem Punkt Rege­lungen enthalten, die aus Verbrauchersicht ungüns­tiger sind.

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Müssen mir Versicherer Schutz bieten?

Nein, Privathaft­pflicht­versicherer können Ihren Antrag auf Versicherungs­schutz ablehnen. Eine Pflicht zum Vertrags­schluss gibt es nur in der von Gesetzes wegen vorgeschriebenen Kfz-Haft­pflicht­versicherung. Versicherer weigern sich zuweilen, Verträge mit Menschen zu schließen, die bereits Haft­pflicht­schäden hatten oder denen der Versicherer einen der vorherigen Haft­pflicht­verträge gekündigt hat. Außerdem sammelt das Hinweis- und Informationssystem („HIS“) der deutschen Versicherer Daten, um Versicherungs­betrug und -miss­brauch zu verhindern. Wer dort gespeichert ist, läuft Gefahr, keinen neuen Vertrag mehr zu bekommen.

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Kann ich den Versicherungs­schutz verlieren?

Ja, der Versicherer kann den Vertrag – genau wie Sie – nach jedem Schaden und nach Ablauf der Versicherungs­lauf­zeit kündigen. Nur wenn er auf die Kündigung verzichtet, verlängert sich der Vertrag um ein Jahr.

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Kann ich die Kündigung des Vertrags verhindern?

Eigentlich nicht. Um es bei der Suche nach einer neuen Versicherung leichter zu haben, können Sie versuchen, den Vertrag von sich aus zu kündigen und den Versicherer zu bitten, dessen Kündigung zurück­zunehmen. Zuweilen akzeptieren Versicherer das.

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Wie gehe ich am besten vor, wenn ich zu einer anderen Privathaft­pflicht­versicherung wechseln möchte?

Wenn Sie in den letzten Jahren keine Schäden hatten: Kündigen Sie Ihren alten Vertrag zum nächst­möglichen Termin. Sobald die Bestätigung der Kündigung kommt, schließen Sie den neuen Vertrag so ab, dass Sie lückenlos Haft­pflicht­schutz haben.

Wenn Sie Schäden hatten: Schauen Sie, zu wann Sie Ihren aktuellen Vertrag kündigen können. Dazu sind sie bis einen Monat nach endgültiger Abwick­lung eines Schadens und in der Regel bis drei Monate vor Ablauf der Versicherungs­periode berechtigt. Schließen Sie sofort einen neuen Privathaft­pflicht­versicherungs­vertrag ab. Der Vertrag soll zu dem Termin starten, zu dem Sie Ihren alten Vertrag durch Kündigung beenden können. Kündigen Sie Ihren alten Vertrag möglichst erst, wenn der neue Versicherer den Vertrag bestätigt hat.

Wenn Anbieter Ihren Antrag auf Versicherungs­schutz ablehnen: Geben Sie nicht gleich auf. Versuchen Sie es bei anderen Anbietern. Mancher Versicherer gewährt Versicherungs­schutz, wo andere längst passen.

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Ich will mit meinem Partner zusammenziehen. Brauchen wir weiterhin jeder eine Privathaft­pflicht­versicherung?

Nein, wenn Sie mit Ihrem Partner zusammenleben, benötigen Sie nur noch einen Vertrag. Manchmal können selbst Unver­heiratete den jüngeren Vertrag sofort kündigen. Den Anspruch, vorzeitig auszusteigen, haben sie – im Gegen­satz zu Ehepaaren – aber nicht. Beachten Sie allerdings: Schäden unter­einander deckt ein gemein­samer Vertrag nicht.

Was eine gute Haft­pflicht-Police bieten sollte

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Woran erkenne ich, ob die Versicherungs­summe hoch genug ist?

Die Versicherungs­summe ist der Betrag, den der Versicherer für einen Schaden maximal zahlt. Sie sollte mindestens 10 Millionen Euro pauschal für Sach- und Personenschäden betragen, auch bei nur einer geschädigten Person.

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Sind Schäden durch Feuchtig­keit, Ruß, Rauch oder Staub mitversichert?

Schäden, die etwa durch Feuchtig­keit, Ruß, Rauch oder Staub im Laufe der Zeit verursacht werden, heißen im Versicherungs­deutsch „Allmählich­keits­schäden“. Sie sollten mit mindestens 10 Millionen Euro abge­sichert sein. Der Versicherer zahlt dann zum Beispiel die Erneuerung der Wand, wenn der Versicherte aus Versehen eine Wasser­leitung angebohrt hat und in der Folge ein Wasser­schaden entstanden ist.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit der Benut­zung eines Computers versichert?

Schäden an fremden Computern, die zum Beispiel durch unbe­absichtigt über­tragene Computerviren verursacht werden, sollten bis zu einer Höhe von mindestens 50 000 Euro versichert sein.

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Welche Rege­lungen für Wasser­rohr­bruch sollte ein guter Vertrag enthalten?

Schäden im Gebäude selbst, die häusliche Abwässer zum Beispiel durch ein verstopftes oder gebrochenes Rohr verursacht haben, sollten immer bis zur vollen Versicherungs­summe versichert sein. Ausgenommen sind gewerb­liche Abwässer.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit dem Hüten fremder Hunde und Pferde versichert?

Der Versicherungs­schutz sollte beim Hüten fremder Hunde in voller Höhe gelten, und zwar unabhängig von der Rasse. Dieser Schutz ist nötig, weil es oft vorkommt, dass jemand unver­sehens auf einen Hund aufpassen muss. Fällt der Hund in dieser Zeit ein Kind an, kann der Hundesitter für den Schaden haft­bar gemacht werden, selbst wenn ihn keinerlei Verschulden trifft. Viele Versicherer bieten auch Schutz für Schäden, die beim Hüten fremder Pferde passieren. Der gleiche Schutz sollte gelten, wenn jemand kurz auf ein Pferd aufpassen soll. Büxt das Tier dann aus, läuft auf die Straße und verursacht einen Verkehrs­unfall, kann der Schaden groß sein.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit der Lagerung gewässerschädigender Substanzen gedeckt?

Kosten, die Verschmut­zungen von Gewässern oder Grund­wasser verursachen – wenn etwa beim Streichen des Hauses Verdünnungs­mittel in den Abfluss gelangt – , sollten mit der vollen Versicherungs­summe des Gesamt­vertrags gedeckt sein.

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Was ist, wenn ich in der von mir gemieteten Wohnung einen Schaden anrichte?

Mietsach­schäden sollten zumindest mit 300 000 Euro gedeckt sein. Abge­sichert ist der Versicherte in seiner eigenen Wohnung oder dem gemieteten Haus, aber der Schutz gilt auch, wenn jemand ein Ferien­haus mietet oder einen Schrebergarten pachtet. Glasschäden und Schäden an Heizungs­anlagen sind ausgeschlossen.

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Bin ich während längerer Auslands­auf­enthalte versichert?

Während eines Auslands­auf­enthalts bis zu drei Jahren in der EU und einem Jahr welt­weit sollte die Privathaft­pflicht-Police denselben Schutz bieten wie im Inland zum Vergleich Haftpflichtversicherungen. Einzelne Anbieter erweitern ihn auf noch längere Zeiträume, zumindest inner­halb der EU. Auch das Mieten einer Ferien­wohnung im Ausland sollte in den Schutz einbezogen sein, wenn ein Urlauber einen Schaden an der gemieteten Wohnung verursacht.

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Sollte der Vertrag eine Vorsorgever­sicherung beinhalten?

Risiken, die nach Abschluss des Vertrags neu entstehen, sollten im Rahmen der Privathaft­pflicht­versicherung mit mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sach­schäden und 50 000 Euro für Vermögens­schäden versichert sein. Ein neues Risiko kann beispiels­weise eine Immobilie sein, die sich eine Familie anschafft und für die eine Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht­versicherung nötig ist. Sollte noch vor Abschluss der speziellen Eigentümer­versicherung ein Schaden entstehen, springt die Privathaft­pflicht­versicherung ein.

Von Kindern ange­richtete Schäden

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Wann haften Eltern eigentlich für Schäden, die ihre Kinder anrichten?

Kinder unter sieben Jahren sind delikt­unfähig. Im Straßenverkehr liegt die Grenze bei zehn Jahren. Für Schäden, die delikt­unfähige Kinder anrichten, haften sie nicht. Die Eltern selbst haften nur, wenn sie ihre Aufsichts­pflicht verletzen. Wer von seinen Kindern verursachte Schäden unabhängig von einer Rechts­pflicht dazu ersetzt wissen will, der muss eine Versicherung wählen, die auch für durch delikts­unfähige Kinder verursachte Schäden einspringt – egal ob die Eltern die Aufsichts­pflicht verletzt haben oder nicht. Der Schutz sollte wenigs­tens für bis zu 10 000 Euro teure Schäden gelten.

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Zahlt die Privathaft­pflicht­versicherung auch für von erwachsenen Kindern ange­richtete Schäden?

Nicht nur minderjäh­rige, sondern auch voll­jährige, ledige Kinder sind in der Regel bis zum Ende ihrer Ausbildung über die Privathaft­pflicht­versicherung ihrer Eltern geschützt. Das gilt auch dann, wenn sie eine eigene Wohnung haben. Viele Versicherer ermöglichen es zusätzlich, voll­jährige Kinder, die nach der Ausbildung arbeitslos sind und im Eltern­haus wohnen, noch länger – meist ein weiteres Jahr – über den Familien­vertrag abzu­sichern.

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Hafte ich auch, wenn ich die Kinder von Freunden betreue, und diese etwas anstellen?

Wer aus Gefäl­ligkeit unentgeltlich mal auf den Sohn der Nach­barin aufpasst, haftet in der Regel nicht für Schäden, die das Kind anrichtet. Auch die Haft­pflicht­versicherung des Aufpassers muss nicht zahlen. Denn er hat recht­lich nicht die Aufsichts­pflicht. Eigens angeheuerte Babysitter haben jedoch in der Regel eine Aufsichts­pflicht. Verletzen sie diese, zahlt die Haft­pflicht­versicherung des Babysitters für vom Kind ange­richtete Schäden. Aufpassen muss aber, wer mit der Kinder­betreuung den Lebens­unterhalt oder einen erheblichen Teil davon verdient. Viele Versicherer springen nur ein, wenn das Honorar fürs Babysitting unter einer je nach Tarif verschiedenen Höchst­grenze liegt. Daher sollten sich Tages­mütter bei Ihrem Versicherer unbe­dingt erkundigen, ob der Haft­pflicht­schutz das abdeckt.

Schäden bei Bau- oder Reno­vierungs­arbeiten

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Brauche ich eine Bauherrenhaft­pflicht-Police, wenn ich bei mir zu Hause eine Sauna einbaue?

Kleinere Bauvorhaben sind bis zu bestimmten Bausummen, das heißt den Kosten für Bauarbeiten und Aushebungen sowie für das Einbauen von Maschinen (jedoch ohne die Kosten der Maschinen selbst) – bei manchen Versicherern bis 100 000 Euro, bei anderen sogar in unbe­grenzter Höhe – mit der vollen Versicherungs­summe des Vertrags abge­sichert. Wenn der Versicherte eine Sauna im Haus einbaut oder einen Wintergarten neu gestaltet, benötigt er dafür keine spezielle Bauherrenhaft­pflicht-Police. Mehr zum Thema auf unserer Themenseite Bauherrenversicherung.

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Ist der Heiz­öltank mitversichert?

Heizöl aus einem undichten Tank kann das Grund­wasser oder fremdes Eigentum verschmutzen. Der Schutz der privaten Haft­pflicht­versicherung greift aber in der Regel nur, wenn der Tank privat genutzt wird, ober­irdisch unterge­bracht ist und höchs­tens 5 000 Liter fasst. Für größere und unter­irdische Tanks benötigt der Versicherte meist eine separate Gewässerschaden-Haft­pflicht­versicherung Zum Vergleich Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung.

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Ich habe eine Photovoltaik-Anlage – ist die eigentlich auch mitversichert?

Schauen Sie in Ihren Vertrag. Manchmal sind auch Photovoltaik-Anlagen versichert. Der Versicherer zahlt dann häufig auch für Schäden, die mit der Einspeisung des Stroms in das öffent­liche Stromnetz zusammenhängen. Zuweilen gelten Leistungs­höchst­grenzen für die Anlage.

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Sind Schäden versichert, wenn ich einzelne Zimmer oder eine Einlieger­wohnung vermiete?

Für Eigenheim­besitzer, die ihr Haus selbst nutzen und einige Räume oder eine Einlieger­wohnung vermieten, reicht oft der Schutz der Privathaft­pflicht­versicherung. Stürzt der Mieter aufgrund eines Versäum­nisses des Vermieters auf der maroden Treppe, zahlen viele Versicherer. Vermieter, die mehr als eine Wohnung oder mehr als drei Zimmer vermieten, benötigen meist eine zusätzliche Haus-und Grund­besitzerhaft­pflicht­versicherung zum Vergleich Haus-und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit der Vermietung einer Ferien­wohnung mitversichert?

Wenn der Versicherte eine Ferien­wohnung in Deutsch­land oder anderen europäischen Ländern vermietet und der Mieter durch seine Schuld zu Schaden kommt, zahlen einige Versicherer.

Sons­tige Risiken

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Bin ich als Verkehrs­teilnehmer versichert?

Für Schäden, die Sie mit Ihrem Auto verursachen, ist Ihre Kfz-Haftpf­lich­versicherung zuständig. Zum Vergleich Kfz-Versicherung. Als Radfahrer, Fußgänger oder Inline-Skater sind Versicherte im Straßenverkehr durch ihre private Haft­pflicht­versicherung wegen Schaden­ersatz­forderungen abge­sichert.

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Was ist, wenn ich beim Sport jemanden verletze?

Der Privathaft­pflicht-Schutz gilt generell auch beim Sport. Mann­schafts­sportler wie Fußballer haften aber in der Regel nicht, wenn sie im Spiel jemanden verletzen. Deshalb muss auch der Versicherer nicht zahlen. Mehr Infos zum Thema in unserem Special Versicherungen beim Sport.

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Bin ich versichert, wenn ich fremde Schlüssel verliere?

Für Mieter ist wichtig, dass der Verlust der Schlüssel seiner Miet­wohnung mit mindestens 10 000 Euro gedeckt ist. Denn womöglich muss die Schließ­anlage des Hauses zu seinen Lasten ausgetauscht werden. In manchen Tarifen ist diese Leistung zumindest bis zu einer bestimmten Schadens­höhe direkt enthalten. Bei anderen können solche Deckungs­erweiterungen gegen Beitrags­aufschlag zusätzlich vereinbart werden. Für Schlüssel der Arbeits­stätte – beispiels­weise für das Büro – kommen nicht alle Tarife auf zum Vergleich Haftpflichtversicherungen

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Sind geliehene oder gemietete Gegen­stände versichert?

Schäden an geliehenen, gemieteten oder gepachteten Gegen­ständen sind in der Regel vom Versicherungs­schutz ausgeschlossen. Wenn jemand ein Glas Wasser umstößt und über das von einem Freund geliehene Laptop verteilt, ersetzen das die Versicherer normaler­weise nicht. Es gibt aber inzwischen eine ganze Reihe Tarife, bei denen der Versicherer auch solche Schäden ausgleicht.

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Bin ich versichert, wenn ich jemandem beim Umzug helfe und dabei etwas kaputt­mache?

Normaler­weise sind reine Gefäl­ligkeits­hand­lungen nicht versichert. Bei Schäden, die etwa private Umzugs­helfer verursachen, wird ein still­schweigender Haftungs­ausschluss des Umziehenden voraus­gesetzt: Wer Freunde oder Nach­barn um Hilfe bittet, hat dann keinen Anspruch darauf, einen Schaden ersetzt zu bekommen. Versicherer mit der Haftungs­erweiterung für Gefäl­ligkeiten zahlen trotzdem.

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Sind Schäden im Zusammen­hang mit ehren­amtlichen Tätig­keiten versichert?

Engagiert sich jemand zum Beispiel als Trainer ehren­amtlich in einem Verein oder Verband, sollte er sich dort zuerst nach einer Vereins­haft­pflicht­versicherung erkundigen. Aber auch einige Privathaft­pflicht­versicherer decken Schäden, die der ehren­amtlich Tätige verursacht – allerdings nur, wenn er nicht in verantwort­licher Position tätig ist. Schäden im Zusammen­hang mit einem wirt­schaftlichen oder öffent­lichen Ehren­amt wie dem eines Bürgermeisters sind nicht versichert.

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Was versteht man unter einer Forderungs­ausfall­deckung?

Die Forderungs­ausfall­deckung ist eine besondere Erweiterung der Privathaft­pflicht­versicherung. Für Versicherte mit solcher Klausel in den Bedingungen zahlt der Versicherer auch dann, wenn der Versicherte einen Schaden erleidet und dafür vom Verantwort­lichen keinen Ersatz erhält, weil der keine Privathaft­pflicht­versicherung hat. Üblicher­weise springen die Versicherer aber erst ab einer Forderung von 2 500 Euro in voller Höhe ein. Bevor die Forderungs­ausfall­deckung einspringt, muss der Geschädigte aber alle recht­lichen Möglich­keiten ausgeschöpft haben. Die Kosten dafür muss er in der Regel selbst tragen. Manche Versicherer zahlen auch dann, wenn der Schädiger vorsätzlich handelte und dessen Privathaft­pflicht deshalb nicht zahlt. Versicherte können so auch als Opfer von Straftaten vollen Schaden­ersatz erhalten. Das gilt aber nur, wenn der Täter fest­steht. Kann der nicht ermittelt werden, bleibt nur die staatliche Entschädigung nach dem Opfer­entschädigungs­gesetz.

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Bin ich versichert, wenn meine Katze die Möbel meiner Nach­barn zerkratzt?

Wer Kleintiere wie Katzen oder Wellensittiche hält, ist durch die private Haft­pflicht­versicherung geschützt, wenn seine Tiere einen Schaden anrichten. Halter von Hunden, Pferden oder wilden Tieren sind nicht geschützt. Sie brauchen eine spezielle Tierhalter-Haft­pflicht­versicherung. Für Hunde ist sie in einigen Bundes­ländern mitt­lerweile sogar Pflicht.
Vergleich Hundehaftpflichtversicherung
Vergleich Pferdehaftpflichtversicherung

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Sind Wasser­sport-Geräte wie Motorboot und Surf­brett auch versichert?

Wenn der Versicherte sich im Urlaub ein Surf­brett ausleiht und beim Surfen einen Schwimmer verletzt, zahlen die meisten Privathaft­pflicht­versicherungen. Oft gilt der Schutz auch dann, wenn der Sportler sein eigenes Brett benutzt. Zumindest für kleinere Motorboote bieten manche Tarife ebenfalls Schutz. Für größere oder eigene Boote ist eine spezielle Bootsversicherung nötig.

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Brauche ich eine besondere Versicherung, wenn ich eine Drohne fliegen lassen möchte?

Nicht immer, aber oft. Viele in letzter Zeit abge­schlossene Privathaft­pflicht­versicherungen reichen jedenfalls für kleine Drohnen. Ältere Verträge bieten den Schutz allerdings nicht. Lesen Sie wegen der Einzel­heiten unser Special Drohnen und Recht.

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Ist für Lehrer eine Zusatz­versicherung oder Amts-Haft­pflicht­versicherung sinn­voll?

Es gibt für Lehrer spezi­fische Risiken, die nicht in der allgemeinen Haft­pflicht­versicherung versicher­bar sind. So können Sie in Regress genommen werden, wenn Sie als verbeamteter Lehrer grob fahr­lässig den Schaden verursachen. Freiberuflich tätige Lehrer haften mitunter schon bei mitt­lerer Fahr­lässig­keit. Für sie ist es sinn­voll, den Versicherungs­schutz zu erweitern. Zuweilen bieten Gewerk­schaften ihren Mitgliedern Schutz vor solchen Risiken.

Fragen zu den Tests der Stiftung Warentest

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Was nützt mir denn eine toll bewertete Versicherung, wenn die im Schadens­fall nicht zahlt?

Leider haben wir noch keine Möglich­keit gefunden, die Schaden­regulierung so zu unter­suchen, dass wir sie in die Bewertung einbeziehen können. Das ist extrem aufwendig und schwierig. Wir müssten uns Tausende von Schadens­fällen genau anschauen und wissen dann immer noch nicht, ob die Regulierung in Zukunft genauso läuft wie bisher. Mit den Versicherungs­bedingungen testen wir die Grund­lage für alles, was später kommt. Sie bestimmen, worauf Versicherte Anspruch haben. Zusätzlich sammeln wir Informationen über Fälle, in denen Versicherer sich rechts­widrig geweigert haben, einen Schaden auszugleichen, und behalten uns vor, darüber zu berichten.

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Bei der Analyse private Haft­pflicht­versicherung nimmt mein Versicherer nicht teil. Warum fehlen manche Unternehmen?

Wir haben alle Unternehmen, die von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht in dieser Sparte zugelassen sind, aufgefordert, uns detaillierte Produkt­informationen zur Verfügung zu stellen. Mancher Anbieter scheut aber den Vergleich. Wir versuchen dann, uns fehlende Unterlagen anders zu beschaffen. Das gelingt nicht immer.

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AnalysePrivate Haft­pflicht­versicherung11.12.2018
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