Extraklausel für Tagesmütter

Freiberufliche Tagesmütter benötigen einen Zusatzschutz in ihrer Privathaftpflichtversicherung.

Für Menschen, die gegen Bezahlung Kinder betreuen, reichen die Basistarife der Privathaftpflichtversicherer meist nicht, weil eine berufliche Kinderbetreuung darin nicht versichert ist. Sie brauchen eine Zusatzleistung, die häufig in einem teureren Tarif verpackt ist. Sonst haben sie keinen Schutz, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzen und etwas passiert.

Die Betreuung gilt als berufliche Tätigkeit, wenn jemand Kinder regelmäßig und langfristig beaufsichtigt und so zumindest einen Teil seines Lebensunterhalts verdient. Eine Einkommensgrenze lässt sich aber nur schwer ziehen.

Erhält eine Großmutter 100 Euro, wenn sie zwei Tage auf die Enkel aufpasst, zählt das nicht als berufliche Tätigkeit. Gleiches gilt für eine Babysitterin, die ihr Taschengeld aufbessert.

Verdient jemand aber einige Hundert Euro pro Monat, braucht er in der Regel den Zusatzschutz. Tageseltern erfahren beim Versicherer, wo die Grenze liegt.

Vertragsklausel genau lesen

Von den Testsiegern unserer jüngsten Untersuchung bieten den Zusatzschutz über eine Tagesmutterklausel zum Beispiel die Versicherer Janitos (Tarif Balance für 88 Euro im Jahr) und Axa (Tarif Linie für 90 Euro) an.

Viele Versicherer setzen den Tagesmüttern aber enge Grenzen: Der günstige Schutz bei der Hansemerkur (Komfort-Tarif für 79 Euro) gilt zum Beispiel nur für die Betreuung von maximal fünf Kindern. Andere Versicherer legen eine Verdienstobergrenze fest.

Tageseltern, die feststellen, dass ihr Schutz nicht reicht, sollten mit ihrem Versicherer über neue Bedingungen sprechen oder den Anbieter wechseln.

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