Private Haftpflichtversicherung Meldung

Nur wenn jemand schuld daran ist, dass sich ein Kind vergiftet, zahlt die Haftpflichtversicherung.

Macht ein Kunde seinem Versicherungsunternehmen widersprüchliche Angaben über die Umstände eines Schadens, bekommt er kein Geld. Das Oberlandesgericht Nürnberg gab ­einer Versicherungsgesellschaft Recht, die einen Schaden aus einer privaten Haftpflichtversicherung nicht bezahlen wollte (Az. 8 U 1092/04).

Der Enkel des Versicherten hatte schwere Verätzungen erlitten, weil er Rohrreiniger getrunken hatte, der in einer Limoflasche abgefüllt war. Zunächst hatte der Versicherte der Versicherungsgesellschaft mitgeteilt, die Flasche habe nicht in seiner Wohnung, sondern in der Wohnung der Urgroßmutter des Kindes im selben Haus gestanden. In diesem Fall hätte er selbst mit dem Unglück gar nichts zu tun, seine private Haftpflichtversicherung müsste keine Behandlungskosten und kein Schmerzensgeld zahlen.

Später sagte er dem Versicherungsvertreter, die Flasche habe auf dem Fenstersims seines Hausflurs gestanden. In diesem Fall hätte er seine Sicherungspflicht verletzt und sein Versicherer müsste zahlen.

Da eine der beiden Varianten gelogen war, muss die Versicherungsgesellschaft nicht zahlen.

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