Private Haft­pflicht­versicherung Meldung

In ruhigen Straßen dürfen sich Acht­jährige allein bewegen.

Kinder unter zehn Jahren können unbe­aufsichtigt in einer verkehrs­beruhigten Nach­barschaft Rad fahren. Solange die Eltern das Kind über grund­legende Verkehrs­regeln aufgeklärt haben und sie ihm das Radfahren zutrauen, verletzen sie nicht ihre Aufsichts­pflicht.

Der Fall: In einer verkehrs­beruhigten Straße fuhr ein Acht­einhalb­jähriger beim Rechts­abbiegen gegen einen fahrenden Pkw. Die Folge war ein Blech­schaden. Die Auto­fahrerin traf keine Schuld. Sie forderte, die Eltern sollten für die Kosten von rund 2 200 Euro haften. Das Landes­gericht Saarbrücken wies die Klage ab. Die Begründung: Die Beklagten konnten ihr Vertrauen in den radelnden Sohn begründen. Sie hatten ihr Kind belehrt, lang­sam zu fahren und auf das Vorrecht von Autos zu achten. Der Junge war im Radfahren geübt und – besonders wichtig – im verkehrs­beruhigten Bereich in unmittel­barer Umge­bung der Wohnung unterwegs (Az. 13 S 153/14).

Tipp: In unserem Test Haftpflichtversicherung können Sie gezielt nach Versicherungen suchen, die auch Fälle abdecken, in denen Eltern rein recht­lich nicht für den Schaden haft­bar gemacht werden können.

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